5 gute Gründe, um nach Nürnberg zu ziehen

Von A wie der altfränkischen Küche, zu genießen zum Beispiel im Gasthaus Pillhofer (dem „Pille“) in der Altstadt. Bis Z wie Zirndorf vor den Toren Nürnbergs, wo der Playmobil FunPark Kinderaugen leuchten lässt…

Trotzdem soll hier versucht werden, die vielen Vorzüge Nürnbergs zusammenzufassen:

 

1. Der Mix aus Altstadtflair und moderner Industrie- und Dienstleistungsmetropole

Besucher aus der ganzen Welt und auch Neu- und Altnürnberger genießen das mittelalterliche Flair vieler Innenstadtbauten rund um die Nürnberger Burg. Viele historische Fachwerkhäuser wurden nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges sorgfältig wiederaufgebaut. Nicht nur zur Weihnachtszeit, wenn Zigtausende zum weltberühmten Nürnberger Christkindlmarkt pilgern, ist das Shoppen in Nürnberg ein Erlebnis. Bauern aus der Umgebung bieten im Sommer auf Marktständen Obst, Gemüse und Pilze an. Im Franken Center, den anderen Nürnberger Einkaufszentren oder in den Fußgängerzonen rund um den Ludwigsplatz kommen Modeliebhaber und Shopping Victims auf ihre Kosten. Nürnberg, im Mittelalter Kaiser- und Reichsstadt, ist seit Jahrhunderten ein Wirtschaftszentrum, in dem sich viele Fern- und Handelswege kreuzen. Da verwundert es nicht, dass es neben gemütlichen Restaurants, Biergärten und Weinstuben mit fränkischen Spezialitäten auch eine internationale Gastroszene gibt.

 

Nürnberg

 

2. Der Arbeitsmarkt

Unternehmen aus der Metropolregion Nürnberg standen für Technologie und Innovation, insbesondere im zwanzigsten Jahrhundert, zum Beispiel in den Jahrzehnten des Wirtschaftswunders in den 1950er und 1960er Jahren. Firmen aus Nürnberg und der Nachbarstadt Fürth wie AEG, Grundig oder das Versandhaus Quelle existieren in ihrer damaligen Form nicht mehr. Nürnbergs Wirtschaft wurde von so manchem Strukturwandel oder der Verlagerung der Produktion in Niedriglohnländer gebeutelt. Trotzdem erfindet sich die fränkische Großstadt immer wieder neu. So nimmt die traditionell starke elektrotechnische Industrie immer noch einen Spitzenplatz in der Nürnberger und der Erlanger Wirtschaft ein – ebenso wie die Spielzeugindustrie in der Metropolregion ein großer Arbeitgeber ist. Deren Branchenhöhepunkt, eine der weltgrößten Spielwarenmessen, findet natürlich auch in Nürnberg statt. Betriebe, die Kommunikationstechnik, Softwareentwicklung oder IT-Hardware anbieten, moderne Online- und Kreativbetriebe, Handel und die traditionell stark vertretenen Druckereien zählen ebenfalls zu großen Arbeitgebern – und natürlich die Bahn, die auf eine besonders lange Tradition zurückblickt. Die erste in Deutschland fahrende Dampflokomotive, die „Adler“, verkehrte auf der Strecke Nürnberg-Fürth. Ein Nachbau ist im Nürnberger DB Museum zu bestaunen. Auch weitere wichtige Dienstleistungsbetriebe sind in der Burgstadt zu finden: Dazu zählen Versicherungen, die regionale Finanzbranche oder auch die Marktforschung der GfK, der Gesellschaft für Konsumforschung. Sie zählt zu den zehn größten Marktforschungsanbietern weltweit. Die kommunale Verwaltung, der Tourismus, Groß- und Einzelhandel sowie eine sehr wichtige Bundesbehörde bieten ebenfalls zahlreiche Jobs und Karrieremöglichkeiten. Die Agentur für Arbeit beschäftigt an ihrem Hauptsitz in Nürnberg mehrere Hundert Mitarbeiter.

 

4. Die Kultur

Das große kulturelle Angebot der 500.000-Einwohner-Stadt Nürnberg zieht viele Menschen an. Das Staatstheater Nürnberg zeigt an mehreren Spielorten Theater-, Ballett- und Opernaufführungen von internationalem Rang. Hinzu kommen rund 20 kleinere Theater, oft mit wechselnden Spielstätten: Hier finden Kulturbegeisterte Experimentelles, Kinder- oder Marionettentheater, Kabarett und Kleinkunst mit fränkischer Mundart. Neben Museumsflaggschiffen wie dem Albrecht-Dürer-Haus, Spielzeugmuseum, Stadtmuseum im Fembo-Haus und Tucherschloss spielt auch die Stadtteilkultur eine große Rolle. Nürnberg war eine der ersten Großstädte, die so genannte Kulturläden eröffnete: Hier treffen sich Bewohner verschiedenster Generationen und Herkunftsländer, um zum Beispiel Kurse, Märkte, Diskussionen oder Ausstellungen zu organisieren. Fast ein Dutzend dieser Stadtteil-Kulturstätten gibt es inzwischen – häufig sind Sie in historischen Gebäuden oder Industriedenkmälern untergebracht. Einem extrem dunklen Kapitel deutscher Geschichte, dem Nationalsozialismus, wird Nürnberg heute in der Erinnerungskultur besonders gerecht: An die Reichsparteitage, die auf dem Nürnberger Zeppelinfeld stattfanden und deren Tribünen noch heute zu sehen sind, wird ebenso mit Ausstellungen erinnert wie an die Nürnberger Prozesse.

 

5. Der Sport

Natürlich ist Nürnberg auch Fußballstadt: Der 1. FC Nürnberg kann zwar sportlich derzeit nicht mit den bayerischen Rivalen aus München mithalten. Vor rund einhundert Jahren war „der Club“ jedoch ähnlich häufig Gewinner der deutschen Meisterschaft wie es im aktuellen Jahrzehnt der FC Bayern schafft. Auch in der Spielzeit 2018/19 ist der 1. FC Nürnberg  in der 1. Bundesliga vertreten. Und falls doch mal wieder ein Abstieg erfolgt: Gastspiele in der zweiten Liga werden meistens durch schnellen Wiederaufstieg beendet. Hochklassig ist Nürnberg unter anderem auch im Basketball, Hockey, Eishockey und im Tanzsport. Und wenn Sie als Neu-Nürnberger gerne selbst Sport treiben: Der Breitensport in Nürnberg bietet nahezu alle Sportarten – fast dreihundert Vereine und viele Dutzend Fitnessstudios gibt es in der Stadt.

 

1. FC Nürnberg

 

6. Die fränkische Küche

Nicht nur Frankenwein und das süffige helle oder traditionell „rote“ Bier des Brauerlandes Franken, auch die oft deftige Kost ist etwas zum Genießen. Ob Schäufele (Schweineschulter), dazu ein oder mehrere riesigen Klöße oder auch fränkischer Karpfen, der zwischen September und April genossen wird – wer nach dem Umzug nach Nürnberg so richtig Energie auffüllen möchte, is(s)t mit der Nürnberger Küche genau richtig.  Die Nürnberger Rost- und Bratwurstspezialitäten sind fast bundesweit bekannt. Wer es eilig hat, holt sie sich am Imbissstand im Weggla, wie das Brötchen hier genannt wird. Erfahrene Köche beherrschen auch weniger bekannte Gerichte, zum Beispiel den Blauen Zipfel. Hier wird die Wurst nicht geröstet oder gebraten, sondern in einem würzig-säuerlichen Sud gebrüht. Eine Delikatesse! Wem hinterher nach etwas Süßem ist – die Nürnberger Lebkuchen werden mit Kardamom, Zimt, Anis und vielen anderen Gewürzen sowie ganz vielen Nüssen hergestellt.

Konnten wir Sie inspirieren? Vielleicht möchten Sie auch einige Gründe, nach Nürnberg zu ziehen, hinzufügen? Wir sind gespannt und wünschen einen gelungenen Umzug nach Nürnberg!

 

Quelle der Fotos: Pixabay.com

 

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