Tipps für den Umzug - darauf sollte geachtet werden - Studenten Umzugshilfe

Tipps für den Umzug – darauf sollte geachtet werden

Ein Umzug besteht nicht nur in den logistischen Problemen beim Wohnungswechsel - es gibt darüber hinaus noch viele weitere Aspekte zu beachten.

Ein neuer Job oder der Beginn der Ausbildung – es gibt mehr als einen Grund, warum in Deutschland umgezogen wird. Wie mobil sind bundesdeutsche Haushalte aber eigentlich? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Ein erster Ansatz ist die Suche nach Zahlen in der Wanderungsstatistik des Statistischen Bundesamts. Hier findet man beispielsweise Angaben bezüglich der Zuzüge über die Grenzen Deutschlands im Jahr 2014. Demnach verzeichneten die Statistiker 1,46 Millionen Zuzüge – bei rund 914.000 Fortzügen.

Aber: Wie sieht die Situation bezüglich der Umzüge innerhalb Deutschlands aus? Hier sind verlässliche Zahlen etwas schwieriger zu finden. Laut der Umzugsstudie 2014 auf ummelden.net (herausgegeben durch die Pronto – Business Media GmbH) zogen im Untersuchungszeitraum etwa neun Millionen Deutsche um. Damit wären rund zehn Prozent der Bevölkerung pro Jahr mobil – und auf der Suche nach neuem Wohnraum. Wer heute umzieht, braucht aber nicht nur eine neue Wohnung. Es gibt viele Aspekte, die betroffene Haushalte beachten müssen. Und hier ist nicht die Rede von der Suche nach einem Umzugsunternehmen oder Helfern.

Internet und Telefon umziehen

Heute benutzen die meisten Haushalte nicht nur das Festnetztelefon – auch das Internet ist in vielen Alltagsbereichen angekommen. Statistiker gehen davon aus, dass inzwischen fast 90 Prozent der Haushalte über einen Internetanschluss verfügen. Damit wird es nicht nur leichter, nach Wohnungen zu suchen oder die Preise der Umzugsunternehmen zu vergleichen.

Sowohl der Internet- als auch der Telefonanschluss können für Haushalte zu gewissen Problemen führen. Der Grund: Telekommunikationsverträge werden heute immer noch mit festen Laufzeiten – von meist 24 Monaten bzw. 12 Monaten abgeschlossen. Was, wenn man innerhalb dieses Zeitraums umzieht? Kann man den Vertrag dann einfach kündigen?

Prinzipiell können Verbraucher im Zusammenhang mit einem Wohnortwechsel ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen – das allerdings nur mit Einschränkungen gilt. Laut § 46 Telekommunikationsgesetz ist die Kündigung nur möglich, wenn der Anbieter die neue Wohnung nicht mit dem vereinbarten Anschluss versorgen kann. Dies gilt beispielsweise auch für eine reduzierte Bandbreite. War man bisher mit 100 Mbit unterwegs und kann jetzt nur mit 25 Mbit surfen, ist eine Kündigung laut toptarif.de möglich. Aber: Die Kündigungsfrist liegt hierfür bei drei Monaten zum Monatsende. Es gibt jedoch Anbieter, die auf eine Kündigungsfrist verzichten.

Nachsendeauftrag und weitere Aspekte

Ein zweiter wichtiger Punkt betrifft die Post. Vertragspartner wie:

  • Banken
  • Versicherungen
  • Handyanbieter
  • Versandhändler

erreichen den Haushalt nicht automatisch unter der neuen Adresse. Damit stellt sich die Frage, wie man die Post unkompliziert und schnell umleiten kann. Die einfachste Möglichkeit ist sicher der Nachsendeauftrag.

Hier sollte man darauf achten, ob nur Briefe oder auch Päckchen- und Paketsendung umgeleitet werden. Ebenfalls zu berücksichtigen ist an diesem Punkt die Dauer des Nachsendeauftrags. Innerhalb dieser Frist sollte man die Zeit nutzen, um alle Vertragspartner über den Adresswechsel zu informieren.

Den Versicherungsschutz prüfen

Bleibt noch ein dritter Punkt, den man sehr gern vergisst. Vom Wohnungswechsel sind letztlich auch Versicherungsverträge betroffen. An dieser Stelle geht es vor allen Dingen um die Hausratversicherung. Letztere erstreckt sich zuerst auf die alte Wohnung. Aber: Im Rahmen eines Umzugs wird der Versicherungsschutz mitgenommen und wirkt für einen begrenzten Zeitraum auf beide Wohnungen.

Eine Kündigung und der Neuabschluss entfallen damit. Aber: Es ist in jedem Fall erforderlich, die Versicherung zum Umzug zu informieren. Dies gilt gerade dann, wenn sich bei der versicherten Nutzungsfläche Veränderungen ergeben.

Vor dem Umzug sollte man sich übrigens auch Gedanken in Richtung Haftpflicht machen. Der Grund ist der Gefälligkeitsschaden, welcher in den Haftpflichtversicherungen eine besondere Rolle spielt.

Tipp: Beziehen Lebenspartner die erste gemeinsame Wohnung und sind beide bei einer Hausratversicherung, kann der jüngere der beiden Verträge gekündigt werden.

Das Ummelden bei Ämtern und von wichtigen Verträgen ist mitunter sehr mühsam. Mit einer Checkliste arbeitet es sich dabei am besten.

Fazit: Beim Umzug wichtige Hürden umschiffen

Ein Umzug ist stressig – und zwar oft von der ersten Minute an. Man muss Helfer koordinieren und dafür Sorge tragen, dass alles an den richtigen Platz kommt. Und meist beginnt der Umzug schon weit vor dem Termin, zu welchem die Helfer bestellt sind. Grundsätzlich muss man in den Tagen und Wochen vor bzw. nach dem Umzugstermin noch den einen oder anderen Aspekt regeln. Wer reibungslos auch an der neuen Adresse telefonisch erreichbar sein will, muss die Verfügbarkeit des Anschlusses prüfen und den Adresswechsel in die Wege leiten. Natürlich sollte man auch an die Post denken. Hier verschafft der Nachsendeauftrag ein Zeitpolster, auf dem man es sich aber besser nicht zu bequem macht. Und sofern dann doch alles reibungslos klappt, dürfen in der neuen Wohnung die Beine hochgelegt werden.

Bilder:

Abbildung 1: @ Peggy_Marco (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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