Zurück ins Hotel Mama? 5 Tipps, damit das gutgeht… - Studenten Umzugshilfe

Zurück ins Hotel Mama? 5 Tipps, damit das gutgeht…

Wieder im eigenen Elternhaus einziehen? Das kommt in den besten Familien vor. Wenn sich zum Beispiel junge Erwachsene vom Partner trennen, können Sie manchmal die gemeinsame Wohnung nicht mehr halten. Oft sind auch berufliche Gründe wie ein Jobverlust die Ursache dafür, wieder bei Mutter und Vater einzuziehen. Eine angeschlagene Gesundheit, oder auch die Entscheidung, nach ein paar Jahren im Berufsleben eine weitere Ausbildung ohne Einkommen zu absolvieren, kann ebenfalls dazu beitragen, dass die eigene Wohnung aufgegeben wird.

Selbstverständlich kann es auch umgekehrt sein – dass die Eltern oder ein Elternteil dringend die tägliche Unterstützung der Kinder brauchen. Meist wohnen erwachsene Kinder für eine begrenzte Zeit bei ihren Eltern. Aber aus einem „Besuch“ über mehrere Wochen können schnell Monate oder gar Jahre werden, bis das Kind wieder auszieht und auf eigenen Füssen steht. In jedem Fall birgt eine Rückkehr ins elterliche Heim immer Risiken, dass beide Generationen aneinander geraten… Damit dass nicht passiert, und mögliche Reibungspunkte im Vorfeld vermieden werden, finden Sie hier 5 Tipps:

  1. Gemeinsam, aber getrennt – richtig abgrenzen

    Wenn es im elterlichen Haus eine Einliegerwohnung, vielleicht sogar mit extra Eingang, gibt, ist die Abgrenzung relativ einfach. Wenn das alte Kinderzimmer bezogen wird, wird es schon sportlicher. Tipp: So viel zusammen organisieren wie nötig (zum Beispiel aus finanziellen Gründen), aber so viel getrennt angehen wie möglich. Dazu können beispielsweise eine eigene Klingel, getrennte Internetanschlüsse, Gas- und Stromkonten gehören. Falls Eltern und Kind ein Bad oder eine Küche gemeinsam nutzen, können „Regeln“ wie in einer guten WG Sinn machen.

  2. Einmal Kind, immer Kind. Das muss nicht sein

    Manche Mütter (und Väter) neigen dazu, ihrem Nachwuchs lebenslang zu erzählen, was er zu tun oder zu lassen hat. Und umgekehrt verfallen Kinder, egal wie alt sie auch sein mögen, zuhause häufig wieder in ihre alten Rollen. Dazu kann auch gehören, sich von Mutti bekochen und bedienen zu lassen. Das sollte nicht sein. Natürlich kann es nett sein, mal zusammen zu essen oder auch mal, für den anderen eine Waschmaschine anzustellen oder sich anderweitig zu helfen. Aber es sollte nicht die Regel sein. Der Nachwuchs wird sonst nie richtig „flügge“, und die Eltern fühlen sich möglicherweise ausgenutzt.

  3. Tolerant sein – in beide Richtungen

    Klar, die Eltern „müssen“ sich damit abfinden, dass ein erwachsenes Kind vielleicht immer noch genau so viel feiert wie als Teenager, ein hohes Datenvolumen per WLAN benötigt und einen anderen Lebensrhythmus hat als die ältere Generation. Auch klar, dass die Kinder, gerade weil sie ja eigentlich schon erwachsen sind, Rücksicht nehmen, zum Beispiel bei der Partylautstärke… Toleranz heißt auch, dass der „Nachwuchs“ akzeptiert, dass sich seine Eltern möglicherweise auch verändert haben. Vielleicht haben sie ja nach dem Auszug der Kinder ein neues Hobby angefangen, einen Hund angeschafft oder feiern auf einmal wieder Partys?

  4. Miteinander reden

    Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn immerhin sind beide, Eltern und Kinder, inzwischen erwachsen. Also sollten sie wie Erwachsene miteinander kommunizieren. Das heißt, dass die Eltern ihren „Heimkehrer“ nicht mehr erziehen. Und es bedeutet auch, dass sich das Kind nicht mehr wie ein kleines oder gar pubertierendes Kind benehmen darf – sondern dass es ebenfalls 100%ige Verantwortung für ein gelungenes Zusammenleben übernimmt! Dazu gehört auch, dass beide Seiten klare Erwartungen äußern, wie das Zusammenleben läuft… und auch mal konstruktive, sachlich vorgetragene Kritik, wenn einem etwas nicht passt.

  5. „Vertrag kommt von vertragen“

    Sicher werden Sie ein paar Euros beisteuern, wenn Sie wieder zuhause einziehen. Zur Miete, zum Einkaufen, fürs WLAN und mehr. Das sollte auf jeden Fall vereinbart werden, genau wie „Zuständigkeiten“ fürs Kochen, Putzen von gemeinsam genutzten Räumen, die Gartenpflege undsoweiter. Damit weder Sie noch Ihre Eltern sich ausgenutzt fühlen, und damit nicht einer aus der Familie Frust aufbaut. Es muss ja nicht gleich ein schriftlicher Mietvertrag sein. Aber klar abgesprochene (ab und zu gemeinsam überprüfte) Regeln, Rechte und Pflichten sollte es gerade in diesem besonderen „Vermieter-Mieter“-Verhältnis geben!

© via Pinterest @ de.dawanda.com

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Diese Liste ist sicher nicht vollständig. Ihnen fällt ganz bestimmt auch noch einiges ein, was zum gelungenen Einzug und einer guten Zeit bei den eigenen Eltern beiträgt. Damit das irgendwie schräge Wort „Hotel Mama“ endlich in die Mottenkiste kommt! Und damit Vater, Mutter, eventuell kleinere Geschwister und Sie als „erwachsenes Kind“ die gemeinsame „WG“-Zeit genießen!

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