Besenrein und Schönheitsreparaturen - Studenten Umzugshilfe

Besenrein und Schönheitsreparaturen

Wer plant, umzuziehen, und bisher Mieter einer Wohnung oder eines Hauses war, hat großes Interesse daran, beim Auszug die Wohnung ohne Probleme an den Vermieter oder Nachmieter zu übergeben. Deshalb ist es wichtig sich mit den Begriffen „besenrein“ und „Schönheitsreparaturen“ zu beschäftigen. Wir haben für Sie einige der aktuellen Erkenntnisse zusammengefasst, die eine erste Orientierung geben – bei der Übergabe Ihrer alten Mietwohnung und auch bei der Übernahme der neuen:

Nicht nur sauber, sondern besenrein

In manchen Mietverträgen, auch Standardformularen von Mieterbund und anderen Anbietern, findet sich der Satz, dass der Mieter die Wohnräume besenrein zu übergeben hat. Wie das Wort schon sagt, beinhaltet das tatsächlich nicht viel mehr, als einmal vernünftig durchzuziehen. Bedingung ist allerdings, dass die Wohnung komplett leergeräumt ist, dass sich auch keine Lebensmittel mehr in der Küche befinden, dass das Badezimmer sauber ist und dass Fensterbilder entfernt werden. Die Fenster hingegen müssen meist nicht geputzt werden. Wenn Besenreinheit vereinbart wurde, ist es auch nicht erforderlich, die Wände zu tapezieren oder zu weißen, oder die Decken zu streichen. Auch Abnutzungserscheinungen, wie kleine Kratzer an Tür- oder Fensterrahmen, müssen nicht ausgebessert werden.

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Angemessene Schönheitsreparaturen

Weit häufiger als die besenreine Übergabe wird in Mietverträgen vereinbart, dass der Mieter anfallende Schönheitsreparaturen durchzuführen hat. Dazu gehört das regelmäßige Streichen von Decken und weißen Wänden. Kratzer und andere Gebrauchsspuren an Türrahmen, Türblättern und Fenstern sollten möglichst ausgebessert werden. Dabei hat sich offenbar die Rechtsauffassung durchgesetzt, dass der Vermieter den Mieter nicht verpflichten kann, diese Schönheitsreparaturen in einem genau festgelegten Turnus durchzuführen. Vielmehr ist der Mieter verpflichtet, diese einfachen Renovierungsarbeiten dann durchzuführen, wenn sie angemessen sind. So kann bei starken Rauchern ein Weißeln der Wände deutlich häufiger nötig sein als bei Mietern, die nicht rauchen. Wände oder Decken in Flur, Kinderzimmer oder Küche müssen wahrscheinlich deutlich häufiger gestrichen werden als die in einem selten benutzten Raum.

Rückbau in den ursprünglichen Zustand

Häufig gehört zu einer reibungslos verlaufenen Übergabe der alten Wohnung auch, dass die Wohnung in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird. Wenn Sie als Mieter eine Einbauküche oder andere feste Einrichtung installiert haben, müssen Sie diese bei Auszug wieder entfernen – es sei denn, Ihr Nachmieter übernimmt sie und der Vermieter ist ausdrücklich einverstanden. Falls der Mieter die Wohnung oder einzelne Räume in besonders ungewöhnlichen Farben gestrichen hat, wird es meist nötig sein, sie in neutralem Weiß oder Altweiß überzustreichen. Hat der Mieter „Blümchentapeten“ oder andere spezielle Wandbelege verwendet, ist er in der Regel verpflichtet, diese zu entfernen und durch etwas Neutrales wie Raufaser zu ersetzen. Das gleiche gilt für Schäden, die der Mieter durch unsachgemäßen Gebrauch der Mietsache verursacht hat. Die muss er natürlich beheben.

Frühzeitig den Zustand der Wohnung mit dem Vermieter besprechen und die Übergabe abstimmen

Es empfiehlt sich immer, schon bei fristgemäßer Kündigung des Mietvertrages persönlich mit dem Vermieter Kontakt aufzunehmen, um eventuelle Fragen zur Übergabe zu klären. Umso reibungsloser verläuft der spätere Übergabetermin. Denn meist erfolgt das Übergeben der Räume ja kurz vor dem Umzugstag. Gedanklich ist der Mieter schon in den neuen Räumen, und er hat alle Hände voll zu tun, sich um den Umzug zu kümmern. Wenn Konflikte oder nötige Nacharbeiten in der alten Wohnung anfallen, damit der Vermieter sie abnimmt, erzeugt dies unnötigen Stress. Viel einfacher ist es, wenn schon Monate vorher die nötigen Reinigungs- und Renovierungsarbeiten geplant werden. Wer seine Wohnung nicht selbst renovieren kann oder möchte, braucht nicht gleich Hunderte von Euro in die Beauftragung eines Handwerkers zu investieren. Handwerklich begabte Studenten können effektiv helfen – zum Beispiel beim Entfernen von alten Tapeten, beim Tapezieren mit Raufaser, beim Streichen oder beim Putzen und Durchfegen.

Möglichst viel im Mietvertrag im Detail regeln

Durch vorausschauende Vertragsgestaltung können Sie unnötigen Ärger und Kosten vermeiden. Es empfiehlt sich, gemeinsam mit dem Vermieter schon beim Einzug in Ihre Mietwohnung genau hinzuschauen und spezielle Fragen vertraglich festzuhalten. Wenn zum Beispiel bereits vorhandene, tiefe Kratzer an den Türen zu sehen sind oder Bodenbeläge hartnäckige Flecken aufweisen, sollte das im Mietvertrag festgehalten werden. Damit stellen Sie sicher, dass der Vermieter (oder auch ein neuer Eigentümer) später nicht verlangen, dass Sie diese Schäden beheben.

Wenn Sie all das beherzigen, steht einer entspannten Übergabe und einem zufriedenen Mieter, Nachmieter und Eigentümer nichts im Wege. Dann können Sie sich auf die neuen Räume und Ihren Neustart konzentrieren.

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