Umziehen mit Haustieren - Studenten Umzugshilfe

Umziehen mit Haustieren

Auf ins neue Revier – Umziehen mit Tieren

Ein Umzug ist nicht nur für uns Menschen ein spannendes Ereignis. Auch vierbeinige (oder, für Vogelspinnen-Halter: achtbeinige) Freunde sollten gesund und glücklich mit umziehen. Wie Menschen auch, reagieren Tiere sehr unterschiedlich auf den „Stress“ der Umzugsvorbereitung und des Umzugs, und gewöhnen sich unterschiedlich schnell an ihr neues Umfeld. Während viele Hunde als typische „Rudeltiere“ glücklich sind, so lange Herrchen und Frauchen in der Nähe sind, gibt es auch vierpfotige Begleiter, die sehr standorttreu sind. Diese Gewöhnung an das alte, feste Umfeld, in das nach dem Streunen immer wieder zurückgekehrt wird, wird auch vielen Katzen zugesprochen.

Selbst bei Tieren, deren Wohlbefinden vielleicht aus menschlicher Perspektive schwerer einzuschätzen ist, wie bei Kaninchen, Meerschweinchen, Vögeln oder Fischen, kann Unruhe, neue Gerüche und ein neues Umfeld Stress auslösen. Manche Tiere, beispielsweise in Aquarien oder Terrarien, reagieren stark auf Temperaturschwankungen oder Änderungen der Lichtverhältnisse.

In der Regel weiß jeder Tierbesitzer genau, ob und wie sich sein Haustier wohlfühlt, und wie es auf örtliche und räumliche Veränderungen reagiert. Deshalb sind keine pauschalen Aussagen für eine Tierart oder Rasse möglich. Nachfolgend möchten wir einige grundsätzliche Anregungen geben, was beim Umziehen mit Tieren zu beachten ist.

 

© via Pinterest @ pugcattie.tumblr.com

© via Pinterest @ pugcattie.tumblr.com

Vorab Vermieter, Mitbewohner und Nachbarn einbeziehen

Wer möchte sein Haustier schon wegen einer neuen Wohnung abgeben müssen? Damit dass nicht „zwangsweise“ passiert, werden Sie sicher beim Abschließen des neuen Mietvertrages geprüft haben, ob Sie mit Ihrem Liebling in die neuen Räume einziehen können. In der aktuellen Rechtsprechung werden zwar pauschale, vertragliche Verbote von Haustieren, auch von Hunden oder Katzen, als unwirksam angesehen. Gleichwohl haben Vermieter oder auch eine Eigentümergemeinschaft (bei Mehrfamilienhäusern mit Eigentumswohnungen) die Möglichkeit, im Einzelfall vertraglich die Haustierhaltung zu untersagen. Klären Sie deshalb vor Unterschreiben des neuen Vertrags unbedingt diese „Basics“.

Suchen Sie auch das persönliche Gespräch mit allen, die vielleicht künftig ein Problem mit Geräuschen, Tierhaaren oder der schieren Anwesenheit eines Tieres in der Nachbarschaft haben könnten. Bedenken Sie bitte auch, was spätere Unstimmigkeiten für den Hausfrieden und das Verhältnis zu den direkten Nachbarn oder zum Vermieter bedeuten könnten. Selbst, wenn Ihnen keiner das geliebte Tier verbieten kann, ist es kein schönes Gefühl, wenn es nicht gerne gesehen ist. Und ein Vermieter, der nicht wirklich einverstanden ist, wird unter Umständen beim Auszug erst recht „Schäden“ geltend machen, die das Tier zum Beispiel durch Kratzen an Türrahmen oder ähnliches verursacht haben soll.

 

Keine Hektik in Korb, Stall und Käfig

Meist spüren Tiere bereits die Unruhe der Umzugsvorbereitungen, vielleicht auch die Anspannung oder Vorfreude ihrer Halter. Spätestens am Umzugstag wird es dann turbulent – viele Menschen (die Umzugshelfer) kommen in die Wohnung, schleppen Kartons und Möbel hinaus und so weiter. Klar, dass Ihr Haustier in seiner Transportbox oder im Käfig nicht einfach wie ein Umzugskarton transportiert wird. Auch klar, dass beim Transportieren von Nagerkäfigen, Aquarien oder Terrarien, zum Beispiel in Treppenhäusern, äußerst umsichtig vorgegangen wird. Sie werden Ihr Haustier vielleicht separat in einem geeigneten Transportkäfig, -korb oder -behältern im Auto mitumziehen lassen.

Falls Ihr Haustier beim Umzug dabei ist, achten Sie bitte darauf, dass es in der Aufregung nicht unbeaufsichtigt ist und weglaufen oder wegfliegen kann. Sehr empfindliche Tiere könnten Sie vielleicht für einige Tage zu Freunden oder Verwandten geben, die bereits darauf aufgepasst haben, wenn Sie im Urlaub waren. Das hat einen weiteren Vorteil: Sie sind an den arbeitsintensiven Umzugstagen entlastet. Wenn Sie dann in Ihrem neuen Umfeld angekommen sind und sich ein bisschen entspannt haben, holen Sie Ihr Tier und gewöhnen es ein.

Umziehen mit Katzen

Kein Umzug ohne Kuscheldecke und Leckerli

Wie bei Menschenkindern (und vielen Erwachsenen) auch, haben manche Tiere einen engen Bezug zu ihrem Körbchen, ein Lieblingsspielzeug oder eine filzige Decke, die so herrlich riecht… Diese Lieblingsdinge sollten zur Beruhigung immer dabei sein. Das gilt auch für das gewohnte Futter und eventuelle Medikamente.

Bitte denken Sie daran, beides nicht irgendwo in einem Umzugskarton zu verstauen, sondern es während und nach dem Umzug einfach darauf zugreifen zu können. Wenn Ihr tierischer Freund spezielles Frischfutter benötigt, oder sich sogar von lebenden Heuschrecken oder Mehlwürmern ernährt, sorgen Sie für eine fachgerechte Aufbewahrung während des Umzugs. Achten Sie bitte auch darauf, dass Reinigungszyklen in den hektischen Umzugstagen oder -wochen eingehalten werden – damit zum Beispiel das Leben Ihrer Zierfische nicht durch „umgekipptes“, verunreinigtes Aquariumwasser gefährdet wird.

Impfpapiere, Ummelden und Steuern zahlen…

Bitte verpacken Sie Impfbuch und andere Tierdokumente nicht in Umzugskartons. Bewahren Sie sie während des Umzugs, wie Ihre eigenen wichtigen Unterlagen auch, griffbereit auf. Besonders für Hundebesitzer gilt: Informieren Sie sich frühzeitig auf den Webseiten bei Ihrer alten und neuen Gemeinde – meist ist das Um-/Anmelden von Hunden einfacher als das von Menschen. Häufig reicht für die tierische Registrierung auch ein Anruf, ein Brief oder eine E-Mail, ohne dass Hasso, Bello oder Bella mit aufs Amt kommen müssen. Oder es kann gleich bei der „menschlichen“ Anmeldung mit erledigt werden.

Um die Hundesteuerpflicht zu erfüllen, muss die Anmeldung normalerweise innerhalb von zwei Wochen nach dem Umzug erfolgen. Wer „Kampfdackel“, Staffordshire Bullterrier oder andere, eventuell als gefährlich eingestufte Hunderassen, oder gar exotische Tropentiere hält, wird die besonderen Bestimmungen (auch am neuen Wohnort!) sicher kennen. Falls Sie ins Ausland ziehen, informieren Sie sich rechtzeitig über mögliche Quarantäneregelungen, tierärztliche Pflichtuntersuchungen oder von Deutschland abweichende Melde- und Haltungsvorschriften.

Endlich da – das neue Zimmer, der neue Stall, der neue Garten

Wenn Sie erfolgreich umgezogen sind, gewöhnen Sie Ihren Liebling langsam an das Umfeld. Schenken Sie Hund, Katze, Maus und anderen Begleitern noch mehr Aufmerksamkeit als sonst, damit sie sich schnell beruhigen und einleben. Sicher haben Sie sich schon vorher im Sinne des Tierwohls überlegt, wo in der neuen Wohnung Körbchen, Kratzbaum, Hamsterrad oder Voliere stehen können, und ob Sie Zäune, Warnschilder oder andere Schutzeinrichtungen benötigen.

Ob ein Wellensittich den Erstflug im neuen Wohnzimmer (bei geschlossenen Fenstern) machen darf, Ihr Stubentiger den ersten Revierkampf mit Nachbars Kater im neuen Garten ausfechtet, oder ob Sie beim Gassigehen neue Hunde und ihre Besitzer kennenlernen – geben Sie sich selbst sowie Ihrer menschlichen und tierischen „Familie“ Zeit, um gut anzukommen.

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben