Ausmisten, aber richtig - Studenten Umzugshilfe

Ausmisten, aber richtig

Ausmisten, aber richtig – so ziehen Sie mit wenig Ballast um

Alles muss raus – so werben manche Geschäfte beim Schlussverkauf. Dieser Spruch trifft meist auch auf die Wohnräume beim Auszug zu, wenn von der Einbauküche einmal abgesehen wird. Über die Jahre, die Sie in Ihrem alten Zuhause gewohnt haben, hat sich bestimmt einiges angesammelt. Entweder lose in Kellerregale gestellt, in die hinterste Ecke der Wohnzimmerschränke geschoben oder sorgfältig in Kartons verpackt und auf dem Dachboden aufgestapelt – oft fällt erst beim Vorbereiten des Umzugs auf, was „man noch so alles hat“. Wer dann nicht mehr genügend Zeit hat, die nicht mehr benötigten Dinge loszuwerden, packt sie häufig mit ein und nimmt sich fest vor, nach dem Umzug auszumisten…

Früh übt sich, wer entspannt umziehen möchte

Ersparen Sie sich diese Extraarbeit. Schonen Sie Ihre Bandscheiben und die der fleißigen Umzugshelfer. So manch altes, vergilbtes Buch oder ein halbvoller, aber eingetrockneter Farbeimer haben schon mehrere Umzüge hinter sich, obwohl damit keiner mehr etwas anfangen kann. Beginnen Sie möglichst schon mehrere Monate vor dem Packen der Umzugskartons damit, alles, was Sie nicht mehr brauchen, loszuwerden. So schonen Sie nicht nur Ihre Zeit und Kraft, sondern auch Ihren Geldbeutel. Denn Sie benötigen weniger Umzugskartons, eventuell sogar weniger (bezahlte) Umzugshelfer und ein kleineres Umzugsauto.

Behalten oder nicht? Im Zweifel – weg damit

Organisieren Sie die Entrümpelung generalstabsmäßig und frühzeitig. Bitte seien Sie ehrlich zu sich selbst – das meiste, was Sie in den letzten ein bis zwei Jahren weder benutzt noch vermisst haben, kann doch weg, oder? Fragen Sie Freunde und Verwandte, ob Sie etwas gebrauchen können. Setzen Sie auf nette Art eine „Frist“, bis wann diese Dinge den Besitzer wechseln (nicht erst am Umzugstag!). Oder versuchen Sie, etwas bei E-Bay, Rebuy & Co. zu verkaufen. Möbel, die nicht mehr gebraucht werden und keinen hohen Wert haben, gehören auf den Sperrmüll. Der wird in vielen Städten und Gemeinden kostenlos oder für eine sehr geringe Gebühr abgeholt. Vielleicht hat Ihr alter Heimatort auch ein Kaufhaus, in dem brauchbare Dinge für einen guten Zweck verkauft werden? Oder Sie spenden Guterhaltenes direkt an eine Sozialeinrichtung oder versuchen es auf dem Flohmarkt. Das gilt auch für Spielzeug, für das Ihre Kinder zu alt geworden sind – nur NICHT für den Lieblingsteddy Ihres Kindes oder die von Opa geschreinerte Familien-Puppenstube. Mit der sollen schließlich noch Ihre Enkel und Urenkel Freude haben.

Prioritäten setzen

Bei anderem „alten Zeug“, was nicht nur einen materiellen, sondern auch einen ideellen Wert hat, hilft dieser Trick: Fragen Sie sich beispielsweise bei drei Porzellanservices, welches sie am meisten an ihre liebe Oma erinnert. Das behalten Sie dann, und geben ihm nach dem Umzug in der neuen Wohnung einen Ehrenplatz. Die anderen beiden wandern jedoch zum Trödelhändler oder notfalls auf den Müll, falls kein Polterabend ansteht... Bei Stapeln alter Schulunterlagen oder Kinderzeichnungen lohnt es sich ebenfalls, nur die mit einem besonderen Erinnerungswert zu behalten.

Ausgelesene Bücher versilbern oder entsorgen

Bücher, Spiele, Filme oder CDs können bei Online-Gebrauchtwarenhändlern wie zum Beispiel Momox oder Booklooker veräußert werden. Bei vielen Anbietern können Sie eine App auf Ihr Smartphone herunterladen und die ISBN-Nummer scannen oder erfassen. Daraufhin erfahren Sie, ob der Händler die Ware ankauft und was er Ihnen dafür zahlt. Sie können dann zuhause ein Versandetikett ausdrucken und die Bücher einsenden, um nach der Eingangsprüfung Ihr Geld überwiesen zu bekommen.  Wenn Sie dazu keine Zeit oder Lust haben, und es auch nicht beim Antiquar oder auf dem Flohmarkt versuchen möchten – fast überall in Deutschland gibt es öffentliche Bücherschränke. Falls Sie Ihre alten Bücher dort auch nicht „loswerden“, geht es einfach zum Altpapiercontainer.

Umweltgerecht und einfach entsorgen

Ein oder zwei Samstage konzentrierter Arbeit reichen, um mehrere Autos voller „Müll“ loszuwerden. Fahren Sie alte Tapetenrollen, Farben, halbdefekte Elektrogeräte, leere Batterien, alte Holzplatten, Ersatzteile von Fahrrädern oder Möbeln, die sie schon lange nicht mehr haben, und so weiter zum Recyclinghof. Anfallenden, kleinteiligen Restmüll können Sie nach und nach jede Woche in die Hausmülltonne werfen. In den Reißwolf hingegen gehört alter Papierkram, wie Kontoauszüge, Rechnungen und mehr. Bei Privatpersonen, die unter Umständen Zahlungen an Handwerker belegen müssen, fordert das Finanzamt in der Regel eine Aufbewahrungsdauer von mindestens zwei Jahren.

Recyclinghof-min

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

… Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. So dichtete Hermann Hesse. Ob der Nobelpreisträger damit auch Umzüge meinte, ist nicht überliefert. Zutreffend ist es allemal. Denn ein Umzug ist ja fast immer auch ein spannender Neuanfang. Damit Sie für einen zauberhaften Um- und Einzug genügend Energie übrighaben, lohnt sich das Aufräumen, Entrümpeln und Wegwerfen erst recht. Denken Sie an die befreiende Wirkung, die es hat, wenn Sie sich alter Dinge entledigen. Das geschmackvolle Einrichten der frisch bezogenen Wohnung, mit einer gelungenen Kombination aus Neuem und Altem, fällt Ihnen so leichter. Denn Sie haben sich ja „physisch“ und auch im Geiste schon lange vor dem Umzug von einigen alten Dingen verabschiedet.

In diesem Sinne – viel Erfolg beim Umziehen ohne alten Ballast, aber mit liebgewonnenen, wichtigen und nützlichen Dingen für Ihr Zuhause!

© via Pinterest @ Ani Pe

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