Sperrmüll vor dem Umzug entsorgen - Studenten Umzugshilfe

Sperrmüll vor dem Umzug entsorgen

Sperrmüll anmelden und vor dem Umzug entsorgen

Sicher kennen Sie das: Ein Umzug ist eine willkommene Gelegenheit, „Ballast“ loszuwerden. Meistens hat sich vieles in den alten Wohnräumen, im Keller, Schuppen oder auf dem Dachboden angesammelt, was nicht mehr benötigt wird – oder was defekt und unvollständig ist. Aus einigen Einrichtungsgegenständen sind die Bewohner, insbesondere Kinder, auch einfach „herausgewachsen“. Manches wird zudem nicht mehr „gemocht“ und wurde durch Neues ersetzt. Beim Umzug tritt dies alles wieder gnadenlos zutage.

Bevor Sie mit dem ganzen „alten Krempel“ umziehen, hilft nur eines: Ab auf den Müll oder Sperrmüll! Vorher fragen Sie bitte liebe Mitmenschen, Leiter von Flüchtlingsunterkünften, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen, ob Sie davon etwas gebrauchen könnten. Dann tun Sie auch noch etwas Gutes, schonen Ressourcen und Umwelt. Ausgenommen von der Abgabe oder Entsorgung sind Dinge mit hohem ideellen Wert – vielleicht behalten Sie das allererste oder allerschönste von drei alten Snowboards als Erinnerung? Die seit Generationen weitervererbte Babywiege wird sicher auch niemand auf den Sperrmüll stellen.

Viele Kommunen bieten kostenlose Sperrmüllabholung an

Das ist eine sehr gute Gelegenheit, um Monate oder Wochen vor dem Umzug klar Schiff zu machen. Das Schleppen und Räumen beim Umzug wird somit deutlich entspannter. Bitte schauen Sie einfach auf den Webseiten Ihrer Entsorgungsbetriebe, von Stadt oder Gemeinde. Häufig genügt eine Anforderung per Web, Mail, Telefon oder Postkarte – schon kommt zum festen Termin die Sperrmüllabfuhr. Manche Kommunalunternehmen bieten zudem feste Daten zur Sperrmüllabholung oder Abgabe an.

Stellen Sie am Vorabend der angekündigten Abfuhr alles gut sichtbar und zugänglich hinaus – bitte nicht schon lange vorher. Sonst könnten einige ihren „Schrott“ heimlich dazustellen, oder jemand wühlt alles durcheinander oder verletzt sich an den Gegenständen... Bei vielen Sperrmüllabholungen müssen Sie vorher angeben, was abgeholt werden soll. Gründliche Müllwerker lassen dann alles stehen, was Sie nicht aufgelistet hatten oder was andere hinzugefügt haben… Dann sind Sie höchstwahrscheinlich dafür verantwortlich, dass der stehengebliebene Müll sicher und umweltgerecht entsorgt wird. Bitte bereiten Sie sich so gut vor, dass Sie alles auf einmal loswerden. Häufig ist nur eine Abfuhr in einer bestimmten Periode kostenlos.

Das entscheidende Kriterium für reibungslose Sperrmüllentsorgung ist die Art des Mülls. Nachfolgend finden Sie einen Überblick. Informieren Sie sich bitte unbedingt auf den Webseiten Ihres Wohnorts, was Ihr Entsorgungsunternehmen als Sperrmüll abholt und was nicht.

Zum Sperrmüll gehören in den meisten Kommunen

  • Möbel wie Schränke, Kommoden, Stühle, Tische, Regale, Sofas, Sessel, Badmöbel, Werkbänke aus dem Hobbykeller
  • Betten aus Holz oder Metall, Lattenroste, Matratzen
  • Sperrige Haushaltshilfen wie Wäschespinnen, Bügelbretter
  • Teppiche
  • Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen, Bildschirme gehören nicht allerorten dazu
  • Sperriges Kinderspielzeug wie ausgediente Tretautos, Trampoline
  • Große Sportgeräte wie Skier, Schlitten, eventuell Fahrräder und sperrige Campingutensilien
  • Gartenmöbel, Sonnenschirme, E-Rasenmäher und ähnliches (Rasenmäher mit Verbrennungsmotor müssen gesondert entsorgt werden)
  • Büromöbel werden voraussichtlich nur akzeptiert, wenn sie in kleiner Menge entsorgt werden und erkennbar aus Privatnutzung stammen. Ansonsten werden sie als gewerblicher Müll angesehen, deren Entsorgung meist kostenpflichtig ist. Das gilt auch für alles andere, was erkennbar nicht aus eigener, privater Nutzung stammt, weil es in sehr großer Zahl herausgestellt wird (beispielsweise 10 Waschmaschinen…)

 

Kein Sperrmüll – was wird in der Regel nicht mitgenommen?

  • Altglas und Altpapier gehören in die entsprechende Mülltonne oder in den Container
  • Alte Kleidung, Bettwäsche und so weiter – hierfür stehen fast überall Container bereit
  • Umweltgerecht Kompostierbares gehört in die Grüne Tonne oder auf den Komposthaufen
  • Alle weiteren Kleinteile, die sachgerecht über den Hausmüll entsorgt werden können
  • Bauschutt und Renovierungsmüll wie Fliesen, Waschbecken und ähnliches, feste Bodenbeläge, Holz- und Kunststoffverkleidungen, Mauerwerk, behandeltes Holz, leicht Entflammbares und vieles mehr. Fensterrahmen und Türen in kleinen Mengen werden teilweile mitgenommen (bitte nachfragen)
  • Chemikalien wie Farben, Lacke, Reinigungsmittel, Öle, Batteriesäure und ähnliches, und natürlich auch Batterien oder andere Geräte, die „Chemie“ enthalten (bitte unbedingt umweltgerecht und sicher beim Wertstoff- oder Recyclinghof entsorgen!)
  • Styropor und andere Verpackungsmaterialien
  • Elektro- und andere Kleingeräte – die können oft an kommunalen Müllhöfen kostenlos zur umweltfreundlichen Verwertung abgegeben werden
  • Auto- und Motorradteile
  • Häufig werden übergroße und sehr schwere Gegenstände, wie massive Eisenteile oder sehr lange Hölzer, nicht angenommen.

 

Näheres für Ihren Wohnort finden Sie auf den Webseiten Ihrer Gemeinde oder Ihres Entsorgungsfachbetriebs.

Viel Erfolg beim Entsorgen von Sperrmüll und beim Umzug ohne Ballast!

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben