Kündigung des Mietvertrages beim Umzug - Studenten Umzugshilfe

Kündigung des Mietvertrages beim Umzug

Kündigung des Mietvertrages beim Umzug – Auszug ohne Stress

Wer aus seiner alten Wohnung oder seinem alten Haus ausziehen möchte, hat sicherlich schon im Mietvertrag nachgeschaut, bis wann und wie er kündigen muss. Der deutsche Gesetzgeber regelt das Mietvertragsrecht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den Paragraphen 535 ff. Bitte beschäftigen Sie sich rechtzeitig mit Kündigungsfristen. So vermeiden Sie „teure Monate“, in denen Sie für alte und neue Wohnräume Miete zahlen. Wenn Sie Ihren Umzug sorgfältig planen, ist häufig keine überlappende Nutzung nötig. Stattdessen können Sie mit ihrem neuen Vermieter oder Vormieter vereinbaren, schon einen oder wenige Tage vorher in die Wohnung zu kommen.

Für diese häufig praktizierten Abstimmungen ist ein gutes Verhältnis zu Ihren Vertragspartnern, altem und neuem Vermieter, Nach- und Vormietern nötig. Falls Unstimmigkeiten hinzukommen, zum Beispiel über Renovierungsarbeiten oder ähnliches, ist ein klärendes Gespräch erst recht wichtig. Versuchen Sie das immer, bevor Sie sich in rechtliche Auseinandersetzungen begeben. Bei kritischen Fragen sollte die Kommunikation durch Briefe dokumentiert werden. Aber auch hier gilt: Bevor Sie „böse Briefe“ an Ihren Vermieter schreiben, lohnt es sich, vorab das persönliche oder telefonische Gespräch zu suchen. Denn sobald eine Diskussion erstmal in Formalien erstarrt oder verhärtet ist, schaukelt Sie sich oft unnötig hoch – und eine unkomplizierte Einigung rückt in weite Ferne.

Rechtliche Streitereien im Vorfeld vermeiden

Im schlimmsten Fall kommt es zum Rechtsstreit. Der kostet häufig viel Geld und auf jeden Fall Zeit und Nerven. Die sollten Sie lieber in einen entspannten Neustart nach dem Umzug investieren. Falls es gar nicht anders geht und rechtliche Fragen geklärt werden müssen – dann nutzen Sie kostengünstige Möglichkeiten, bevor Sie sich einen Anwalt nehmen. Dazu können Beratungsangebote vom Mieterbund/Verbraucherzentralen oder Infos gemeinnütziger Gesellschaften wie Finanztip.de gehören.

Viele Mietverträge entsprechen den gesetzlichen Anforderungen. Häufig werden Standardvordrucke, die im Internet, im Schreibwarenhandel, bei Mietervereinen oder Eigentümerverbänden erhältlich sind, verwendet. Nachfolgend haben wir einige wichtige Eckpunkte zusammengestellt. Eine Beurteilung im aktuellen Einzelfall oder eine fundierte Rechtsberatung werden damit nicht ersetzt. Aber Sie finden hier eine erste Orientierung:

Befristeter und unbefristeter Mietvertrag

Befristete Mietverträge sind, soweit für privat genutzte Räume gesetzlich zulässig, nicht vor Ablauf der Mietzeit kündbar. Sie enden mit Ablauf der festgeschriebenen Nutzungsdauer. Bei privat genutzten Mietwohnungen werden Mieter häufig einen unbefristeten Mietvertrag unterschrieben haben, der durch eine wirksame Kündigung beendet werden muss.

Form der Kündigung

Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen. Ein formloser Brief mit Adressdaten, Datum des Schreibens sowie Kündigungsdatum und Unterschrift reicht aus. Formulierungshilfen finden Sie im Internet. Bitten Sie Ihren Vermieter darum, den Erhalt der Kündigung schriftlich zu bestätigen. Falls das nicht klappt oder Sie Befürchtungen haben, dass der Vermieter den Erhalt abstreitet, können Sie immer noch in ein Einschreiben mit Rückschein oder Einwurfeinschreiben investieren.

Ordentliche Kündigung

Unbefristete Mietverträge können in der Regel nur in den ersten 12 Monaten nach Vertragsbeginn nicht gekündigt werden. Teils wird die Kündigung jedoch für die ersten vier Jahre ausgeschlossen. Danach gilt für den Mieter eine grundsätzliche Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Kündigung muss bis zum 4. Tag des ersten dieser drei Monate beim Vermieter eingehen, damit die Frist eingehalten wird: Wenn Sie zum Beispiel zum 30. April ausziehen möchten, muss Ihr Vermieter die Kündigung bis zum 4. Februar erhalten. Möchte der Vermieter ordnungsgemäß kündigen, richten sich die Fristen (von drei bis zu neun Monaten) nach der Mietdauer. Mieter genießen dabei häufig besonderen Schutz, sodass der Vermieter zum Beispiel Eigenbedarf nachweisen muss.

Sonderkündigung/fristlose Kündigung

Bei zulässigen, zum Beispiel durch örtliche Vergleichsmieten/Mietspiegel begründeten Mieterhöhungen kann der Mieter meist bereits mit einer kürzeren Frist (zwei Monate) kündigen. Ein Sonderkündigungsrecht mit stark verkürzten oder keinen Fristen gilt auch, wenn die Nutzung der Mietwohnung mit erheblichen Belastungen für den Mieter verbunden ist (beispielsweise extremer Lärm durch Sanierung, Gesundheitsgefährdung durch starken, nicht vom Mieter verursachten Schimmelbefall). Umgekehrt hat der Vermieter natürlich auch Rechte. Er kann dem Mieter zum Beispiel fristlos kündigen, wenn dieser den Hausfrieden massiv stört oder die Mietsache mutwillig schwer beschädigt.

„Vertrag kommt von Vertragen“

Aber zu fristlosen Kündigungen kommt es hoffentlich nicht. Wir wünschen Ihnen eine reibungslose Beendigung Ihres alten Mietvertrages – und einen gelungenen Auszug sowie den erfolgreichen Einzug in die neuen vier Wände!

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