Ummelden beim Umzug - Studenten Umzugshilfe

Ummelden beim Umzug

Ummelden nach dem Umzug

Zum Umziehen gehören auch Formalitäten. Die meisten Melde- und Bürgerämter und andere Institutionen versuchen es den Umziehenden, so einfach wie möglich zu machen. Hier finden Sie einige Eckpunkte rund ums Ummelden. In Deutschland besteht eine gesetzliche Meldepflicht, auch für Zweitwohnungen. In der Regel müssen Sie persönlich erscheinen. Schauen Sie rechtzeitig nach Öffnungszeiten und eventueller Terminvergabe/Wartenummern. Häufig finden Sie auf den behördlichen Webseiten Informationen, wann und (bei mehreren Ämtern im Meldebezirk) wo sie mit kürzeren Wartezeiten rechnen können. Bitte bedenken Sie, dass insbesondere Einwohnermeldeämter und Bürgerzentren in Großstädten wie Berlin oder Hamburg oft stark frequentiert sind. Hier kann es auch nötig sein, Monate vorher einen Termin zu „buchen“. Praktisch: In einigen Bundesländern, Städten und Gemeinden können Sie manche „Behördengänge“ bereits schriftlich oder online erledigen. Bitte informieren Sie sich auf den offiziellen Amtswebseiten über aktuell benötigte Unterlagen und eventuelle Besonderheiten Ihres neuen Wohnorts. Falls Sie kein deutscher Staatsbürger sind, oder wenn Sie als Deutscher ins Ausland ziehen, werden Sie bei zuständigen Behörden wie zum Beispiel Konsulaten beraten.

Wohnort ummelden

Wenn Sie innerhalb einer Gemeinde/eines Meldebezirks umziehen, ist das Ummelden besonders einfach und teils gebührenfrei. Zum Ummelden benötigen Sie meist Ihren Personalausweis/Reisepass und eine Einzugsbestätigung des Vermieters – die so genannte Wohnungsgeberbestätigung. Der Mietvertrag reicht nicht! Wenn Sie Neueigentümer einer Wohnung oder eines Hauses sind, erstellen Sie eine Selbsterklärung, dass Sie in die neue Immobilie eingezogen sind. Formblätter oder Textvorlagen gibt es als Online-Download sowie teils auf den Webpräsenzen Ihrer Wohngemeinde. In einigen Fällen wird zudem nach Geburts-/Heiratsurkunde oder Familienbuchauszug gefragt.

Ab- und Anmelden

Wenn Sie den Meldebezirk wechseln (in eine andere Stadt/Gemeinde ziehen), melden Sie sich am alten Wohnort ab. Hierfür müssen Sie neben dem Personalausweis unter Umständen eine Auszugsbestätigung vorlegen. Die Abmeldebestätigung legen Sie dann zusammen mit oben genannten Unterlagen bei der neuen Meldebehörde zum Anmelden vor. Meist fallen keine Gebühren an. Falls Ihr minderjähriges Kind umzieht, braucht es zudem eine Einverständniserklärung des/der Sorgeberechtigten, um sich um-, ab- oder anzumelden. Bitte denken Sie daran, dass ein empfindliches Bußgeld fällig werden kann, wenn Sie sich nicht rechtzeitig um-, ab- oder anmelden. In der Regel muss das innerhalb von ein bis zwei Wochen nach dem Umziehen erfolgen.

Das Finanzamt informieren

Bleiben Sie nach dem Umzug im Zuständigkeitsbereich Ihres bisherigen Finanzamts? Dann eicht es häufig, dem Amt Ihre neue Adresse bei der nächsten Steuererklärung mitzuteilen. Wenn ein anderes Finanzamt zuständig ist (das kann auch innerhalb einer größeren Stadt der Fall sein), informieren Sie möglichst das neue Finanzamt. Bitte halten Sie dazu Ihre Steuernummer bereit. Viele Finanzämter bieten inzwischen Online-Funktionen dafür an, sodass Sie Zeit und Aufwand für Briefe oder Termine sparen. Manche Städte, wie zum Beispiel München, erheben übrigens eine Steuer auf Zweitwohnsitze.

Autos, Hunde und mehr ummelden

In Ihrem Kraftfahrzeugschein muss ebenfalls die neue Adresse eingetragen werden. Dafür benötigen Sie neben dem Schein auch den Kfz-Brief, Personalausweis und die Anmeldebestätigung. In der Regel können Sie das in den Straßenverkehrsbehörden, teils sogar in den normalen Meldebehörden erledigen. Meistens fällt eine Gebühr an. Wenn Sie einen vierbeinigen Freund haben, für den Sie lokale Hundesteuer zahlen, können Sie Ihren Hund häufig gleich mit melden – wenn Sie sich und Ihre Familie ummelden.

Umziehen mit Haustieren

 

Strom, Gas, Wasser, Kabel-TV, Internet und Telefon

Das Ab- und Anmelden bei Ihren Versorgern und Serviceprovidern ist meistens einfach, und häufig online oder telefonisch möglich. Fangen Sie bitte trotzdem frühzeitig an, sich zu informieren – insbesondere, wenn Sie in einen Ort ziehen, an dem Ihr bisheriges Stadtwerk, Ihr Kabelnetzbetreiber oder andere Dienstleister keinen Service anbieten. Dann sind die rechtzeitige Kündigung und ein neuer Vertrag mit einem Versorger nötig. Häufig übernimmt der neue Anbieter, zum Beispiel bei Stromversorgern, diese Verwaltungsarbeit für Sie.

Last but not least: Post, Bank, Vereine und mehr

Beantragen Sie bei der Post einen Nachsendeantrag. Informieren Sie Ihre Bank oder Sparkasse über den Umzug. Vielleicht erstellen Sie für alle anderen, die Bescheid wissen müssen, einen Serienbrief oder eine Standard-Mail mit Ihrer neuen Adresse – falls nötig, fügen Sie eine Meldebestätigung als Beleg hinzu. Häufig genügt auch ein rechtzeitiger Anruf, ein Web-Formular oder eine formlose E-Mail, um zum Beispiel Ihrem Lieblings-Onlineshop die neue Adresse mitzuteilen oder bei Ihrem alten Sportverein zu kündigen. Probieren Sie das ruhig, bevor Sie sich viel Arbeit machen. Meist sind Formalitäten beim Umziehen und Ummelden gar nicht so kompliziert.

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