Nie wieder Messi - Studenten Umzugshilfe

Nie wieder Messi

"Nie wieder Messi" – sinnvolle Strukturen

erleichtern das Leben (und den Umzug...)

Es gibt kreative „Genies“, deren Haushalt oder Arbeitsbereich ein großes Chaos ist, die sich aber trotzdem pudelwohl darin fühlen. Und es gibt Mitmenschen, die aus einem scheinbar unüberschaubaren Stapel Unterlagen in wenigen Sekunden das gesuchte Dokument herausfischen, sodass sie keine geordnete Ablage oder Ordner benötigen. Manche dieser liebenswerten, manchmal auch „erfolgreichen Chaoten“ behalten selbst dann die Übersicht und bleiben gelassen, wenn es ans Umziehen geht…

Gehören Sie zu dieser beneidenswerten Spezies?

Dann brauchen Sie nicht weiterzulesen. Wenn Sie jedoch mit einfach umsetzbaren Tipps entspannter umziehen möchten, möchten wir Ihnen einige Anregungen geben. Wer erst am Vorabend des Umzugs ans Aufräumen oder Entrümpeln geht, macht sich unnützen Stress. Das hat nichts mit Spießigkeit zu tun: Simple Ordnungssysteme und Strukturen, auch im privaten Haushalt, helfen dabei, Nerven, Zeit und Geld beim Umzug zu sparen. So bleibt mehr Energie für das eigentliche Umziehen, die Einweihungsparty und den Start im neuen Umfeld übrig.

Frühzeitig vieles entsorgen

Fast jeder (auch die ganz Ordentlichen) hat so etwas: Schubladen, Kartons, Kellerregale mit allerlei Krimskrams. Dazu gehören zum Beispiel halbkaputte Haushaltsgegenstände, die eigentlich mal repariert werden sollten, wenn Zeit dafür wäre. Oder das Ladegerät von Ihrem „vorvorherigen“ Handy… Das könnte man ja nochmal brauchen, zumindest bei einer Retro-Party. Verpackungen, alte CDs, Einladungs- oder Weihnachtskarten und anderes, mit dem Sie vielleicht eine schöne Erinnerung verbinden, zählen ebenfalls dazu. Auch Teile von Selbstbaumöbeln, die nie verbaut wurden, Werbegeschenke, Farbpatronen (aber die für den vor zwei Jahren entsorgten Drucker) und vieles mehr gehören zum beliebten „alten Kram“.

Prioritäten machen den Unterschied

Ersparen Sie sich die vielen Kilos, die mit umziehen müssen, wenn sie das alles behalten. Und sparen Sie sich die vielen Stunden, um alles auf einmal nach Brauchbarem und Müll zu separieren. Gewöhnen Sie sich stattdessen an, diese Selektion immer sofort auszuführen. Behalten Sie nur das, an denen wirklich Ihr Herz oder das Herz Ihrer Liebsten hängt. Wenn Sie zum Beispiel von einem unvergesslichen Musikfestival zurückkommen, behalten Sie das Armbändchen. Aber werfen Sie die Tickets und den Bierbecher SOFORT nach dem Event weg. Und wenn Ihre lieben Eltern oder Freunde Ihnen noch fünf Ansichtskarten pro Jahr schreiben, genügt es wahrscheinlich, davon die jeweils schönste aufzubewahren. Achten Sie bitte auch auf umweltgerechtes Entsorgen. Meist bieten Städte und Gemeinden leicht erreichbare, kostengünstig oder gratis nutzbare Entsorgungsstellen an – für alten Elektroschrott, Batterien, eingetrocknete Farben und mehr.

Tschüs Teddy!

Gut funktioniert das Prioritäten-Prinzip bei vielen Kindern mit einem Trick. Wenn Ihr Nachwuchs felsenfest darauf besteht, keines der 50 Kuscheltiere zu entsorgen, packen Sie einfach mal ein paar der weniger beachteten Tierchen beiseite. Sie müssen sie ja nicht gleich wegwerfen. Sie werden sehen – Ihr Kind ist auch mit 35 kuscheligen Lieblingen glücklich. So können Sie Ihren Nachwuchs überzeugen, dass Lieblings-Schnuffi und ein paar andere bleiben und später mit umziehen dürfen, aber bitte nicht alle 50…

Ablage, aber richtig und ohne viel Arbeit

Bei der Arbeit haben Sie das sicher auch im Griff, warum nicht auch zuhause: Alles Wichtige, was noch der Papierform bedarf und nicht online verwaltet werden kann, gehört in Ordner. Dazu gehören Geburtsurkunden, Verträge, Gehaltsabrechnungen, Sozialversicherungsunterlagen, Kontoauszüge und ähnliches. Die können Sie nach Themen und Jahr beschriften (handschriftlich reicht) und innerhalb des Aktenordners mit Trennblättern strukturieren. Innerhalb eines Bereichs, zum Beispiel „Kontoauszüge 20XX“, wird dann einfach chronologisch abgelegt. Das jeweils neueste Dokument kommt obendrauf.  Bei Unterlagen, von denen nur wenige pro Jahr anfallen und die wahrscheinlich lebenslang aufbewahrt werden (wie monatliche Gehaltsabrechnungen oder medizinische Unterlagen) ist ein einziger Ordner pro Familienmitglied sinnvoll. Der umfasst dann mehrere Jahrgänge. Auch wichtige Rechnungen, zum Beispiel von Handwerkern, sowie Garantieunterlagen sollten abgelegt werden. Frühestens nach zwei Jahren können Sie diese in den Reißwolf und dann erst in den Altpapiercontainer geben. Beim Hausbau, Haus- oder Wohnungskauf sowie für Gutverdiener oder Selbständige gelten längere Aufbewahrungsfristen.

Täglich Ablage in einer Minute

Gewöhnen Sie sich an, die wichtigen Dokumente bei der eingehenden Post täglich zu lochen und abzuheften. Bei ein, zwei oder drei Blättern am Tag macht das nur eine Minute Arbeit, und Sie vermeiden unübersichtliche Aktenstapel, worin wirklich Wichtiges leicht verschwindet. Und die weniger wichtigen Unterlagen, die Sie wahrscheinlich nie wieder brauchen? Wenn Sie keine Lust haben, diese sauber abzulegen, reicht dafür ein Loseblatt-Stehsammler oder ein Karton (aber bitte beschriftet). So können Sie zum Beispiel Belege über kleine Rechnungsbeträge, Kassenbons, Briefe und ähnliches in Sekundenschnelle „ablegen“, ohne sie extra lochen, aufkleben oder heften zu müssen. Eine Entsorgung ist hier meist schon nach zwei Jahren problemlos möglich.

 

Routinearbeiten auch routinemäßig erledigen

Sie kennen das sicher von der Arbeit: Ein bestimmtes Werkzeug oder bestimmte Verwaltungsabläufe sind immer gleich. Machen Sie das zuhause genauso. Schlüsselbund, Ladegerät, Küchenwerkzeuge, Locher, Ordner, USB-Sticks und mehr haben immer denselben Platz. Die Kaffeebecher für das alltägliche Frühstück stehen gut greifbar vorne im Schrank; das Porzellanservice für den nur einmal im Quartal stattfindenden Sonntagskaffee mit Schwiegereltern hingegen hinten…

Ordnung ist das halbe Leben…

… die andere Hälfte ist das bunte und manchmal auch liebenswert chaotische Dasein. Auch, wenn Sie einige der oben genannten Tipps umsetzen, bleibt Ihr Haushalt individuell, lebensnah und nicht „zu aufgeräumt“. Und wenn Ihr Umzug bevorsteht, werden Sie sehen: Das Packen der Umzugskartons macht in einem sortierten Haushalt viel mehr Spaß und geht erheblich schneller, als wenn Sie das blanke Chaos einpacken müssten…

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