Umziehen auf den Campingplatz - Studenten Umzugshilfe

Umziehen auf den Campingplatz

Immer (Camping-)Urlaub? Umziehen in einen

Wohnwagen oder ein Mobile Home

Wohnen auf dem Campingplatz? Alleine in Nordrhein-Westfalen haben sich Schätzungen zufolge 20-40.000 Menschen für diese Lebensform entschieden. In fast ganz Deutschland und Europa sind Campinganlagen zu finden, auf denen ein Teil der Gäste nahezu ganzjährig weilt. Viele schätzen die unkomplizierten Kontakte und die Gemeinschaft mit den anderen Dauercampern und die Nähe zur Natur. Dabei entscheiden sich nicht nur leidenschaftliche Campingliebhaber dafür, so zu leben. Auch Rentner, die im Alter nicht alleine in einer Mietwohnung sitzen möchten, Menschen mit häufig wechselnden Arbeitsorten oder Aussteiger lieben diese Lebensform. Ebenfalls attraktiv ist der Umzug auf einen Campingplatz aus finanzieller Hinsicht. Selbst, wenn einmalig ein Wohnwagen oder Luxus-Mobilheim angeschafft werden muss, liegen die Kosten inklusive Dauerstellplatz, Strom, Gas, gegebenenfalls Wasser/Abwasseranschluss meist weit unter denen einer kleinen Mietwohnung.

Für jeden Lebensstil und jede Lebensphase die richtige Unterkunft

Wer es auch in mitteleuropäischen Wintern gemütlich haben möchte, achtet natürlich darauf, dass seine Wunschunterkunft gut isoliert und beheizbar sind. Fast alle Unterkünfte haben elektrischen Stromanschluss, sind teils vollmöbliert, mit bequemen Betten, oft mit Fernseher, kompletter Küche und mehr ausgestattet. Manche Campinghäuser und Caravans bieten zudem den Komfort einer Wohnung –  mit Dusche, WC, Waschbecken, die an das Wasser- und Abwassernetz des Campingplatzes angeschlossen werden können. Wer kein eigenes Badezimmer hat, nutzt die Sanitäranlagen des Campingplatzes. Die sind auf Ganzjahres-Dauercampingplätzen auch im Winter geöffnet und so gut wie immer beheizt. Wer mit der ganzen Familie campt, findet Campingunterkünfte mit Kinderzimmern; wer schon vorausschauend fürs Alter plant, kann sich barrierefreie Caravans anschaffen. Viele moderne Campingplätze bieten umfangreiche Services, um Alltags- und Dauerurlaubsleben miteinander zu verbinden: Das Angebot reicht von guten Einkaufsmöglichkeiten, Sportanlagen, Pool und Wellness, kulturellen Angeboten bis hin zu altersgerechten Sanitäranlagen und mehr. In einem Campingpark an der Ostsee ist beispielsweise das „Betreute Campen“ möglich, bei dem ein Pflegedienst die betagten Natur- und Campinggäste betreut.

Häufige Wohnformen von Menschen, die auf Campingplätzen dauerhaft leben, sind

  • Wohnwagen
    Die Auswahl reicht vom einfachen, gebrauchten Caravan über den Luxus-Wohnwagen. Sie sind in der Regel auch für den Straßenverkehr zugelassen, sodass ein eventuelles Umziehen besonders einfach ist.

 

  • Mobilheime
    In den USA, Großbritannien, Holland und Frankreich schon sehr verbreitet, werden sie auch in Deutschland immer beliebter: Es handelt sich fast schon um kleine Häuser – meist mit 24-40 Quadratmetern Fläche. Sie haben in der Regel nur Noträder, die dem Verschieben auf dem Campingplatz dienen, sind aber nicht straßentauglich.

 

  • Wohnmobile
    Wer als Langzeit-Dauercamper vollständig mobil leben möchte und vielleicht keinen festen Arbeitsplatz (mehr) hat, ist mit einem gut ausgestatteten Reisemobil gut beraten. Damit kann jahrelang ein echtes Nomadenleben in moderner Ausprägung geführt werden.

 

  • Kleine, improvisierte Laubenhäuser
    Ähnlich wie in Schrebergartenkolonien, wurden diese teils immer weiter ausgebaut. Häufig handelt es sich auch um feste Anbauten an dauerhaft stehenden Mobilheimen. Hier ist jedoch das Risiko einzuschätzen, dass Campingplatz oder Behörden jahrzehntelang ein Auge zudrückten, irgendwann jedoch zum Rück- oder Abbau auffordern.

 

Auch Camper sind nicht „vogelfrei“ – Vorschriften beachten

Von den Behörden wird das Wohnen auf dem Campingplatz oft nur geduldet. Die von den Gemeinden im Rahmen der Baunutzungsverordnung erstellten Flächen- und Bebauungspläne sehen für Campinganlagen meist keine Nutzung als Wohnsitz vor. Insbesondere bereits bestehende Wohnformen genießen vielfach Bestandsschutz. Wenn Sie jedoch darüber nachdenken, auf einen Campingplatz umzuziehen, sollten Sie sich beim Platzbetreiber sowie bei den Behörden selbst genau über die Bestimmungen der jeweiligen Gemeinde erkundigen. Häufig variieren die Bestimmungen und deren Auslegung von Ort zu Ort, von Bundesland zu Bundesland. Auf Länderebene spielen außerdem die Campingplatzverordnungen eine wichtige Rolle: Fragen Sie auch dazu den Campingplatzinhaber und recherchieren Sie im Web. In den Campingplatzverordnungen finden Sie zum Beispiel genaue Vorgaben, wie groß ein Stellplatz mindestens sein muss, damit ein Wohnwagen oder Mobile Home bestimmter Größe überhaupt daraufgestellt werden darf. Brandschutz- und Sicherheitsbestimmungen müssen ebenfalls beachtet werden. Bitte bedenken Sie auch, dass Ihnen aus rechtlichen und teils auch wirtschaftlichen Gründen kein Campingplatzbetreiber ein lebenslanges Wohnen auf seinem Platz garantieren kann.

Meldeadresse

Häufig finden sich Batterien von Briefkästen am Eingang, oder der Campingplatzbetreiber nimmt die Post an. Im Alltag funktioniert das oft, wird von Firmen, die Ihnen etwas senden, akzeptiert und von den Behörden geduldet. In der Regel ist es jedoch nicht möglich, sich bei Einwohnermeldebehörden als auf dem Campingplatz wohnhaft zu registrieren – weil Campingplätze eben nicht als Wohngebiete gelten. Ohne Meldeadresse kann zum Beispiel kein Auto angemeldet werden, und auch bei anderen Verwaltungsvorgängen kann es Schwierigkeiten geben. Deshalb empfiehlt es sich, auf jeden Fall einen offiziellen Hauptwohnsitz einzurichten, beispielsweise bei Eltern, erwachsenen Kindern oder engen Freunden. Rentner, die Ihren Lebensabend auf dem Campingplatz genießen möchten, haben oft noch eine Wohnung oder ein Haus, das sie vorsichtshalber behalten. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Ihre Post regelmäßig von einer vertrauenswürdigen Person gesammelt wird – und dass Sie unkompliziert Einsicht in Ihre Post haben, um zum Beispiel kein Zahlungsziel oder andere Fristen zu versäumen.

Flexibilität und Freiheit

Wenn Sie auf einen Campingplatz umziehen, hat dies neben dem unkomplizierten, geselligen, meist günstigen und naturnahen Leben einen weiteren Vorteil: Es liegt in der Natur der Sache, dass Sie als Dauercamper flexibel sind. Wenn Sie nach ein oder zwei Jahren wieder eine Wohnung mieten möchten oder müssen, können Sie die Campingunterkunft aufgeben, verkaufen oder als Urlaubs- und Wochenenddomizil nutzen. Oder sie wechseln in einen anderen Campingpark, wenn Ihnen auf dem ersten Campingplatz baurechtliche Probleme entstehen oder Ihnen Wetter oder Umgebung nicht mehr passen. Auf jeden Fall werden eine oder mehrere Lebensphasen auf dem Campingplatz viele neue Eindrücke und Erfahrung bringen! Nutzen Sie beim Umziehen auch die befreiende Wirkung, die es hat, wenn Sie Ihr altes Leben „entrümpeln“: Nehmen Sie nur die wirklich wichtigen und liebgewonnenen Dinge mit (mehr Platz ist ja auch gar nicht vorhanden). Lagern Sie in einem Storage Center, in Ihrer alten Wohnung oder bei Freunden und Familie darüber hinaus nur das ein, an dem Ihr Herz oder Ihr Geld hängt. Der Rest kann „weg“ – das schafft Platz und Befreiung für den Neustart beim Camping!

0 Antworten

  1. […] Sie über Urlaubserfahrung im Wohnwagen, Reisemobil oder auf einem Kabinenboot verfügen, haben Sie sicher dort auch schon Ideen gesammelt. […]

Einen Kommentar schreiben