Umziehen aufs Hausboot und in den Schrebergarten - Studenten Umzugshilfe

Umziehen aufs Hausboot und in den Schrebergarten

Die große Freiheit? Umzug aufs Hausboot oder in

den Schrebergarten?

Viele träumen ihr Leben lang davon – manche realisieren es, wenn Sie aus ihrem normalen Leben „aussteigen“, oder wenn die Kinder aus dem Haus sind: Das Leben auf dem Wasser, das sanfte Schaukeln auf dem Wasser, der Sprung von der eigenen Terrasse ins kühle Nass, die Mobilität. Manch andere, die in Wohnungen ohne Garten leben, sehnen sich nach dem idyllischen Schrebergarten – mit bunten Blumen, selbstgezogenem Obst und Gemüse und einer intakten Nachbarschaft. Wer aus seinen gewohnten vier Wänden aufs Wasser oder in die Schreberkolonie umziehen möchte, wird das bestimmt nicht überstürzen – sondern in Ruhe die Vor- und Nachteile abwägen. Dazu finden Sie hier einige Anregungen:

„Drum prüfe, wer sich zwar nicht ewig, aber lange bindet…“

Trotz anfänglicher Euphorie – bevor Sie sich entscheiden, viel Geld in ein Boot oder in die Pacht eines Gartens (und den Abstand/die Kaufsumme für das Häuschen) zu investieren, probieren Sie die Lebensform aus. Machen Sie mehrere Hausbooturlaube – auch mal in einem kühleren Monat. Bei Booten ab 15 PS ist auch der Sportbootführerschein Binnen erforderlich. Oder werden Sie Mitglied in einem Schrebergartenverein. So können Sie ein oder zwei Sommer und viele Wochenenden austesten, ob Ihnen das Gartenleben, die Vereinsregeln und die Gemeinschaft wirklich liegen.

Aktuelle Rechtslage und -auslegung prüfen

Offiziell ist es nicht erlaubt, dauerhaft in Schrebergartenhäusern zu wohnen. Sie sind von den Baubehörden nicht als Wohngebiet ausgewiesen. Deshalb können sich Schrebergartenbewohner dort meist nicht anmelden. Hinzu kommt, dass der Gartenverein das permanente Leben ebenfalls gutheißen und dulden muss. Den Komfort erhöhende Einbauten wie WCs und Waschbecken werden häufig nur unter der Hand akzeptiert. Manchmal verlangen Vereine oder Behörden, diese zurückzubauen. Anders sieht es bei Hausbooten aus: Es gibt einige ausgewiesene Liegeplätze, zum Beispiel in Berlin, Duisburg oder Hamburg. Hier können Hausbootkapitäne offiziell mit Erstwohnsitz leben. Auch in manchen Sportboothäfen wird es seitens des Hafenmeisters sowie von den Meldebehörden ermöglicht, dauerhaft zu liegen.

Immer einen Plan B haben

Auch wenn es vielleicht in der anfänglichen Euphorie schwerfällt: Organisieren Sie eine mögliche Rückkehr – falls Ihnen das Leben auf dem Wasser oder in der Gartenkolonie nach ein oder zwei grauen Wintern missfällt, oder falls Duldungen oder Genehmigungen auf einmal nicht mehr gelten. In der Regel können sowohl Bootsliegeplätze als auch Mitgliedschaften im Schreberverein nur befristet eingegangen werden. Es kann also sein, dass Sie sich einen anderen Wohnort suchen müssen. Im Idealfall behalten Sie Ihre alte Wohnung oder, falls dies zu kostspielig ist, mieten Sie sich eine kleine Wohnung oder ein Zimmer bei Freunden. So genießen Sie auch den Vorteil, dass Sie beim Umziehen Teile Ihres alten Hausstandes dort unterstellen können. Denn meist sind Boot oder Schreberhäuschen ja kleiner als Ihr altes Domizil, und Keller oder Dachböden sind Mangelware. Zum Umziehen können Sie, wie beim Wohnungsauszug aus, studentische Umzugshelfer nutzen. So sparen Sie viel Zeit und Energie. Die können Sie sicher gut gebrauchen – zum Gärtnern oder zum „Basteln“ an Laube oder Hausboot…

Basteln oder gärtnern Sie gerne?

Wer ein Luxus-Hausboot für eine halbe Million Euro kauft, hat sicher auch das nötige Kleingeld für Handwerker und Putzkräfte. Aber ein Normalverdiener hat meist ein Schiff, an dem „immer etwas zu tun ist“. Viele Hausbootinhaber berichten, dass Ihr Boot mehr Freude macht als das frühere Haus, aber auch mehr Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten anfallen. Dabei sind auch behördliche Aspekte zu berücksichtigen, insbesondere, wenn das festliegende Boot eine wasserbaurechtliche Maßnahme darstellt. Beim Leben im Schrebergarten kommt hinzu, dass Sie sich an Vereinsvorgaben halten müssen. Es genügt nicht, dass Sie selbst gerne und kreativ gärtnern. Sie müssen meistens auch regelmäßig Unkraut jäten, die Hecke schneiden und Gemeinschaftsdienste leisten.

Nicht zuspartanisch

Was an Wochenenden oder im Urlaub in der strahlenden Sonne pure Lebensfreude ist, kann im November oder Februar ganz anders aussehen. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr neues Zuhause einen Mindestkomfort bietet, zum Beispiel gute Isolierung und Heizung, sowie Platz zum Kochen, Leben, eventuell Arbeiten auch an kühlen Tagen. Viele Hausboote zum Beispiel haben voll ausgestattete, beheizte Badezimmer. Wenn nicht, werden sich ihre Bewohner kundig machen, ob der Dauerliegeplatz, zum Beispiel der Jachthafen, Sanitärs hat. Und wenn ja, müssen diese ganzjährig geöffnet, beleuchtet und beheizt sein. Ähnlich verhält es sich in vielen Laubenkolonien.

Und jetzt – viel Freude bei Ihren großen Plänen und Ihrem Aussteigerleben mit Komfort!

 

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  1. […] Sie über Urlaubserfahrung im Wohnwagen, Reisemobil oder auf einem Kabinenboot verfügen, haben Sie sicher dort auch schon Ideen gesammelt. Denn dort wird ja fast jeder […]

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