Richtig lüften im Sommer - Studenten Umzugshilfe

Richtig lüften im Sommer

Wenn Sie regelmäßig stoßartig lüften, tun Sie viel für ein gesundes Wohnklima: Denn in jeder Wohnung entsteht laufend Feuchte. Die wird vor allem durch die Menschen tagsüber und nachts beim Ausatmen und durch Schwitzen erzeugt. Auch Zimmerpflanzen und Haustiere tragen zur Luftfeuchtigkeit bei. Hinzu kommen Wassertröpfchen in der Luft, die zum Beispiel beim Duschen erzeugt werden, sich im Raum niederschlagen und dann verdunsten. Beim Kochen entsteht besonders viel Wasserdampf. Auch die Verdunstung, wenn Wäsche zum Trocknen aufgehängt oder der Fußboden nass gefeudelt wird, erhöht die Luftfeuchtigkeit. Neubauten sondern zudem oft noch ein Jahr nach dem Einzug Restfeuchte, beispielsweise von den Mörtel- und Malerarbeiten, ab.

Luftfeuchtigkeit in einem gesunden Maß

Wer es genau wissen will, kann die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer messen. Als für den Menschen angemessene Werte gilt eine Luftfeuchte von 50% plus minus 10 Prozentpunkte in Wohn- und Schlafräumen. In der Küche sind etwas höhere Werte tolerabel. Trotzdem sollte beim Kochen immer der Großteil des Wasserdampfes mit der Dunstabzugshaube abgesaugt werden – damit die besonders feuchte Luft sofort nach draußen gelangt. Im Sommer ist die Gefahr zu trockener Luft, durch die die Schleimhäute austrocknen und Erkältungen ausgelöst werden, geringer als im Winter. Stattdessen kommt es eher vor, dass die Innenluft in den warmen Monaten des Jahres zu feucht ist.

Viele Gründe für das richtige Lüften

Mit dem angemessenen Durchlüften sollten sich Mieter und Eigentümer von Wohnräumen beschäftigen: aus purem Eigennutz, um die eigene Gesundheit, das Eigentum und die Finanzen zu schonen. Eine nicht richtig belüftete Wohnung kann zu einer viel zu hohen Luftfeuchtigkeit führen. Insbesondere im kühlen Keller oder in Souterrainwohnungen, aber auch in Schlafzimmern und anderen Räumen bildet sich dann häufig sehr schnell gefährlicher und unangenehmer Schimmel.

Schimmelgefahr? Auch im Sommer!

Dies passiert bevorzugt, wenn feuchtwarme Sommerluft in die Räume bekommt. Beim Abkühlen kann sie die Feuchtigkeit nicht mehr halten, die sich dann im Raum niederschlägt, bevorzugt in schwer zugänglichen Ecken, wie zum Beispiel hinter Schränken an kalten Außenwänden. Die Schimmelpilzsporen belasten Menschen mit Atemwegsproblemen wie Asthma oder Allergien, oder können diese sogar auslösen.

Hinzu kommen unangenehme Gerüche und Schäden.

Die können nicht nur verschimmelte Bücher in einem Eckregal oder Textilien mit Stockflecken im Schrank sein. Wenn eine Wohnung oder ein Haus dauerhaft feuchte Wände hat, ist das neben der Gesundheitsgefährdung auch ein ernster materieller Schaden. Wer Eigentümer ist, schädigt seinen Besitz und verringert ungewollt den Wert seiner Immobilie. Mieter wiederum können vom Vermieter zur Rechenschaft gezogen werden. So manche Diskussion über Schimmelflecken in einer Wohnung endete nach dem Auszug vor dem Amtsgericht – weil der Vermieter dem Mieter vorwirft, dauerhaft nicht richtig gelüftet zu haben. Das Beseitigen von hartnäckigem Schimmel, der sich in einer Wand festgesetzt hat, ist oft nur mit sehr hohem, baulichen Aufwand oder „chemischer Keule“ möglich.

Einfach und effektiv lüften, wenn es draußen warm ist

Gründe gibt es also genug, in Sommermonaten alle Räume korrekt belüften. Einfach immer die Fenster „auf Kipp“ zu stellen, reicht aber nicht. Stattdessen werden Fenster und Türen, auch wenn es schwerfällt, tagsüber möglichst geschlossen gehalten. Damit vermeiden Sie, dass warme, viel Feuchtigkeit enthaltene Luft hineingelangt. Stattdessen lüften Sie bitte abends und früh morgens, wenn es draußen relativ kühl ist. Es ist zu empfehlen, jeweils eine knappe halbe Stunde mit vollständig geöffnetem Fenster durchzulüften. Dabei sollte möglichst Durchzug erzeugt werden. Diesen führen Sie leicht herbei, indem Sie gegenüberliegende Fenster oder auch Terrassen- und Balkontüren weit öffnen. Wenn ein Raum nur ein Fenster hat, können Sie auch über mehrere Räume hinweg lüften, indem Sie die Zimmertüren offenhalten.

Kleine Hilfsmittel und eine das Lüften unterstützende Einrichtung

Bitte denken Sie auch daran, Türen und Fenster vor dem gewaltsamen Zuschlagen durch den „Durchzug“ zu hindern – zum Beispiel durch Riegel, die das Fenster offenhalten, oder durch Türkeile. Falls draußen kein Lüftchen weht und auch durch die im Sommer geringen Temperaturunterschiede zwischen Innen und Außen kein Luftzug aufkommen möchte, helfen Sie mit einem Ventilator nach. Die positive Wirkung des Lüftens können Sie zusätzlich unterstützen, indem Sie schwer zugängliche, weit von Fenstern entfernte Ecken nicht „zustellen“. Schränke mit geschlossenen Rückwänden sollten nicht direkt an Außenwänden stehen, weil sich dahinter mangels Luftzirkulation häufig Schimmel bildet.

Durch das Stoßlüften gelangt „verbrauchte“, feuchte Luft nach draußen…

… und frische, kühle Luft kommt hinein. Die nimmt beim Erwärmen Feuchte auf. Dadurch sinkt die Luftfeuchtigkeit in den Innenraum auf ein verträgliches Maß. Außerdem kommt sauerstoffreichere Luft ins Innere, in dem Sie und Ihre Mitbewohner ja viel Sauerstoff verbrauchen. Das wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit aus. Bitte bedenken Sie, wie viel Feuchtigkeit beispielsweise entsteht, wenn beispielsweise zwei Menschen acht bis neun Stunden in einem kleinen Zimmer schlafen. Auch deshalb kommt dem morgendlichen Lüften eine besondere Bedeutung zu. Wenn möglich, sollte sogar mehr als zweimal täglich gelüftet werden.

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