Frühjahrsputz 2.0 – so strahlt die Wohnung wie die Frühlingssonne - Studenten Umzugshilfe

Frühjahrsputz 2.0 – so strahlt die Wohnung wie die Frühlingssonne

Der Winter neigt sich dem Ende zu, die Tage werden länger, die Sonne blinzelt schon mal öfter in die (neue) Wohnung… endlich Frühling! Aber vielleicht zeigen sich in den ersten Sonnenstrahlen auch einige Staubwölkchen oder Spinnweben, die im kuscheligen Kerzenschein der Weihnachts- und Winterzeit übersehen wurden? Das Bedürfnis ist im Frühling groß, nicht nur raus in die Natur zu gehen – sondern auch für „klar Schiff“ in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Zwar entstand der Begriff Frühjahrsputz historisch auch, weil die Wohnungen in früheren Zeiten von Kohlestaub und Ofenasche befreit werden mussten. Das ist bei modernen Gas-, Öl-, Holzpellet-, Fern- oder Erdwärme-Heizungen ja zum Glück nicht mehr nötig. Trotzdem macht es Sinn und Spaß, die Energie des nahenden Sommers auch für einen großen Putztag zu nutzen. Hier ist noch selbst Hand anzulegen (das Programmieren des Putzroboters behandeln wir dann in einigen Jahren – beim Blog Frühjahrsputz 7.0…).

Übrigens: Wer gerade in eine neue Wohnung eingezogen ist, möchte oft gleich die Möbel aufzubauen, Regale einräumen und so weiter. Ein Vorschlag für putzwütige Neubewohner: Bevor alles „vollgestellt“ wird, erst einmal gründlich durchputzen. So ersparen sich Neubewohner beim Großreinemachen das Kriechen in Ecken, das Abrücken von Schränken und ähnliches…

Hier gibt es weitere Tipps – insbesondere für die glücklichen Neubewohner einer Wohnung, die vielleicht das erste Mal alleine wohnen, die gerade zuhause ausgezogen sind:

1. Mutti anrufen

Nein, das ist natürlich ein Scherz… stattdessen sollte lieber gelten: Mutti beim nächsten Besuch zeigen, dass man selbst auch ganz gut putzen kann… 😉

2. Das richtige Werkzeug und die passenden Putzmittel besorgen

Zum Saubermachen und Sauberhalten der eigenen Wohnräume, von Schlafzimmer, Bad, Küche und Flur „braucht“ es eigentlich gar nicht viel. Auch chemische Keulen, bei falschem Gebrauch schlecht für die Gesundheit und schädlich für die Umwelt, sind oft gar nicht nötig. Ebenso unnötig sind hohe Ausgaben für vermeintliche Wundermittel, die gerne im Strukturvertrieb angeboten werden.

Unter insgesamt 50 Euro sind vernünftiges Putzwerkzeug und Reinigungsmittel im Drogerie-, Super- oder Baumarkt zu bekommen (zuzüglich Staubsauger). Ganz wichtig für Putzanfänger: Immer die Nutzungsanleitungen der Putzmittel kurz durchlesen! Denn falsche (oft viel zu hohe) Dosierung ist nicht nur teuer, sondern kann eventuell auch Schäden verursachen!

Ein Vorschlag für eine Grundausstattungsliste:

Küche:

- Ein Set Lappen für Arbeitsplatte, Herd
- Reinigungsschwämme
- Reiniger für tägliches Wischen von Waschbecken & Co.
(hier reichen oft Öko-Reiniger auf Essig- oder ähnlicher - Basis,
auch um Kalkflecken zu entfernen)
- Küchenreiniger zum Entfernen hartnäckiger Fettflecke,
zum Beispiel auf Kacheln oder Dunstabzugshaube
- Backofenreiniger

Flur/glatte Boden:

- Wischmopp und Eimer
- Bodenreiniger (bei empfindlichen Holzfußböden unbedingt beraten lassen)

Badezimmer:

- WC-Reiniger (eventuell Bio)
- WC-Bürste
- Badreiniger (Bio) für Waschbecken, Armaturen
- Putzlappen

Allgemein:

- Staubwedel (statisch aufladbar) / Staubtücher
- Glasreiniger für Spiegel und Glastüren (zum Beispiel auf Spiritusbasis)
- Glasreinigungstuch
- Weiche Tücher zum Abwischen von Computer, Fernseher und so weiter
- Eventuell Politur/Pflegemittel für empfindliche Holzmöbel oder -böden

Fenster:

- Fensterputzeimer
- Lappen
- Abzieher (zum Entfernen des Wassers)
- Lappen (zum Aufnehmen des abgezogenen Wassers am unteren Fensterrahmen)
- Fensterputz-„Feudel“
- gegebenenfalls Fensterreiniger (viele schwören auch auf Geschirrspülmittel im Putzwasser)

Beim Fensterputzen darf keinesfalls der gleiche Eimer, das gleiche Werkzeug wie beim Bodenreinigen benutzt werden. Das ist nicht nur unsauber, sondern Sandkörner könnten auch das Fensterglas zerkratzen.

3. Los geht’s!

Vorab Arbeit sparen:

Wer regelmäßig putzt und schon kurz nach dem Einziehen damit angefangen ist, hat beim Frühjahrsputz wenig Arbeit. Es empfiehlt sich, mindestens ein- bis zweimal wöchentlich das Badezimmer zu putzen und die Teppiche in der ganzen Wohnung zu saugen. Glatte Böden werden abgesaugt und danach feucht (nicht nass!) gewischt. Gut lüften, damit die Trockenheit sich schnell verzieht. So rutscht nicht so leicht jemand aus – und es entsteht kein Schimmel in der Wohnung.

Küche:

In der Küche sollte nach jedem Kochen und Essen Herd, Arbeitsplatte, Spüle und Tisch feucht abgewischt werden, ein- bis zweimal wöchentlich beziehungsweise bei Fett- oder anderen hartnäckigen Flecken auch mit Zusatz von Reinigungsmitteln. Dann ist der „Routineschmutz“ praktisch immer schon weg – und beim Frühjahrsputz können sich die Bewohner darauf konzentrieren, die Küche einmal tiefgründig zu putzen: Alle Küchenschränke ausräumen, innen und außen wischen, Herd und Backofen gründlich putzen, Kühlschrank abrücken und dahinter reinigen (wegen der Abwärme kann Schmutz hinterm Kühlschrank wärmeliebende Insekten anziehen). Falls ein Geschirrspüler vorhanden ist: die Tür, die Seitenteile und die Scharniere reinigen.

Betten und Gardinen:

Beim Frühjahrsputz lohnt es sich auch, die Bettdecken und Kissen „rauszuhängen“, Matratzen nach der Pflegeanleitung zu reinigen, unterm Bett und hinter den Schränken zu entstauben. Wer im Frühjahr die Winterbettdecke gegen eine dünnere Sommerdecke tauscht, hat jetzt die Gelegenheit, die Daunen oder andere Decken zur Reinigung zu bringen.
Dann können auch gleich die Gardinen, wenn vorhanden, mit in die Reinigung (oder selbst waschen).

Staub ade:

Regale und Schränke in allen Räumen, auch außerhalb der Küche, werden regelmäßig trocken entstaubt: Beim Frühjahrsputz sollten sie, sofern sie es „vertragen“, einmal feucht abgewischt werden. Meist reicht ein gut ausgewrungener Lappen mit klarem Wasser oder mit Wasser mit einem Schuss Geschirrspül- oder Universalreinigungsmittel. Aber bitte Vorsicht bei elektrischen Geräten vor zu viel Feuchtigkeit! Tapeten, Fußleisten und ähnliches werden nur trocken entstaubt.

Badezimmer, Dusche, WC:

Das Bad sollte dank des Einhaltens des „Putzplans“ eigentlich immer einigermaßen sauber sein. Falls sich doch hartnäckige Verschmutzungen eingeschlichen haben, zum Beispiel Trübungen auf dem Boden der Duschwanne oder Urinstein am WC-Rand, muss diesen spätestens beim Frühjahrsputz der Garaus gemacht werden!

Fensterputz!

Damit die Frühlingssonne glasklar hereinstrahlen kann, werden jetzt noch die Fenster gereinigt: innen und außen! Nur nicht auf einer unzureichend gesicherten Erhöhung, einer wackeligen Leiter oder einem klapprigen Stuhl stehen – bei Stürzen beim Fensterputzen passieren häufig schwere Haushaltsunfälle!)

Und schon erstrahlt die Wohnung im natürlichen Glanz der Sonne!

*Noch ein Hinweis zu Lappen: Die hängen in der Küche oft wochenlang über Wasserhahn hängen (und dabei selten richtig austrocknen): Sie sollten oft 60 oder 90 Grad gewaschen werden, und auch oft ganz ausgewechselt werden. Letzteres gilt auch für Schwämme. Sonst sind Putzlappen und Haushaltsschwämme die reinsten Bakterienparadiese. Das ist oft schon am Geruch erkennbar. Dann nützen starke Reiniger gar nichts, weil mit dem Wischen immer wieder Bakterien verteilt werden. Auch Einweg-Lappen und die ganz einfachen Haushaltstücher aus Papier eignen sich zum regelmäßigen Entfernen leichter Verschmutzungen und dienen der Hygiene.

Übrigens: Studenten als Umzugshilfen können nach Absprache auch beim Grundreinigen helfen, vielleicht gleich im Rahmen des Umzuges? Hier ein Angebot anfordern!

 

Quelle der Fotos ist:

© panthermedia.net / Nadja Blume (1)

© panthermedia.net / Andre Bonn (2)

© panthermedia.net / choreograph (3)

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