Neu in einer Stadt – so richtig „ankommen“ - Studenten Umzugshilfe

Neu in einer Stadt – so richtig „ankommen“

Ist der Umzug geschafft? Diese oft anstrengende, aber irgendwie auch aufregende Zeit? Haben Sie sich schon einige Tage in Ihrem neuen Zuhause eingelebt? Sind Sie vielleicht wegen eines Studienplatzes oder einer neuen Arbeitsstelle umgezogen? Dann haben Sie vielleicht schon den spannenden ersten Tag geschafft? Möglicherweise haben Sie auch schon die ersten Kontakte geknüpft, mit Kollegen oder Kommilitonen gesprochen. Auch das direkte Umfeld ist schon einigermaßen erkundet – der Bäcker, Supermarkt und weitere Nahversorgung in der Nähe.

Ihr Bett und die wichtigsten Schränke stehen auch schon an Ihrem Platz? Vielleicht waren Sie noch ein- oder zweimal beim nächsten Einrichtungshaus, um einige Lampen oder fehlende Möbel auszusuchen. Den nächsten Baumarkt kennen Sie auch schon, in dem Sie Fußleisten, Farbe oder anderes erworben haben. Nach so viel Arbeit haben Sie sich vielleicht schon „beim Italiener“ oder „Griechen“ um die Ecke ein erstes Einweihungs-Essen schmecken lassen?

Es ist also erst einmal alles im Lot… oder?

Nicht ganz. Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung, die schon so mancher Umzügler unterschätzt hat: Der Alltag in der neuen Stadt! Das erste Wochenende oder der erste Feierabend in einer Wohnung, die schon fast vollständig eingerichtet ist. Mit vielen ihrer liebgewonnenen Einrichtungsgegenstände – aber ohne Ihr persönliches Umfeld. Insbesondere Singles, aber auch Paare, müssen sich nach dem Umzug erstmal neu orientieren. Familien finden zwar oft über die Kinder relativ schnell Kontakt zu anderen Eltern, spätestens bei der nächsten Veranstaltung in Schule oder Kindergarten. Aber auch das braucht seine Zeit, insbesondere, wenn die Kinder ihre alten Spielkameraden und sich in der neuen Umgebung nicht so schnell eingewöhnen.

Natürlich können Sie Ihre alten und engen Kontakte aufrechterhalten

Mit engen Freunden, Eltern oder auch den früheren Nachbarn bleiben Sie sicher in Verbindung: per WhatsApp, Facebook, Telefon. Auch gegenseitige Besuche sind geplant. Aber es ist sehr wahrscheinlich: Je weiter Sie wegziehen, desto seltener werden Sie - trotz aller guten Vorsätze - Ihr vorheriges Umfeld treffen. Vielleicht erst an fast jedem Wochenende, später einmal im Monat, irgendwann nur noch im Urlaub oder zu Weihnachten…

Ganz gleich, ob Sie alleine oder mit Partner und Kids umziehen

So eine Veränderung ist immer auch eine Chance. Deshalb sollten Sie nicht 100%ig in Ihrem alten Leben „bleiben“, sondern sich auch selbst Raum und Zeit geben, etwas Neues aufzubauen.

Meist entstehen an der Hochschule, Schule oder in der Firma schnell neue Bekanntschaften

Aber bitte erwarten Sie nicht immer, dass diese schnell Ihre alten, gewachsenen Kontakte ergänzen oder gar ersetzen können. Insbesondere „einheimische“ Arbeitskollegen haben meist schon lange ihren Freundeskreis, ihre Familie, ihren Verein. Somit bleibt ihnen trotz guten Willens kaum Zeit für neue Kontakte.

Auch junge Leute, die zum Studieren umziehen, bekommen das häufig zu spüren: Viele Studenten besuchen, auch aus finanziellen Gründen, eine wohnortnahe Hochschule. Sie wohnen dann oft weiter „im Hotel Mama“ oder zumindest in der Nähe – und können ihre alte Clique treffen. Für Zugezogene ist es gar nicht so einfach, dazuzugehören. Deshalb ist es immer sehr „erfolgversprechend“, sich mit anderen Studis (oder auch anderen Auszubildenden oder Arbeitskollegen) einzulassen, die selbst aus der Ferne zugezogen sind.

Was Sie über Kontakte bei der Arbeit oder Ausbildung hinaus aktiv tun können:

Unsere 4 Tipps für den erfolgreichen Neustart

1. Die neuen Nachbarn

Ganz simpel: Stellen Sie sich schon kurz vor dem Umzug den direkten Nachbarn vor. Im Wohnhaus oder in den Nachbarhäusern. Das „gehört“ sich einfach so – gerade, wenn es beim Umzug etwas lauter wird. Außerdem haben Sie gleich einen persönlichen Kontakt. Es müssen ja nicht gleich enge Freunde werden. Aber der Grundstein ist gelegt, sei es für ein freundliches Grüßen am Morgen, ein kurzes Gespräch, spätere Nachbarschaftshilfe oder gar ein gemeinsamer Grillabend, den Sie als „Einstand“ organisieren. Falls Sie die Nachbarn nicht persönlich antreffen, versuchen Sie es nach dem Umzug noch einmal. Oder stellen Sie sich zumindest mit einem freundlichen Handzettel, den Sie in die Briefkästen stecken, vor.

2. Sport- oder Hobbyvereine

Hier sind Sie nie allein. Das gilt besonders bei Mannschaftsportarten oder festen Kursen mit immer den gleichen Teilnehmern. Treten Sie aber nicht nur wegen der Leute dort ein. Auch der Sport selbst muss Sie begeistern. Und es muss zeitlich in Ihr neues Leben passen. Es gibt auch überregionale Vereine, bei denen sich Gleichgesinnte vor Ort treffen: Zum Beispiel hat der Deutsche Alpen Verein nicht nur ambitionierte Klettergruppen, sondern auch lokale Gruppen, die gemeinsam Freizeit wandern, paddeln oder Radfahren. Ob junge Leute, Familien, Senioren oder bestimmte Berufsgruppen: Fast jeder findet ein Team, das zu ihm und seiner Lebenssituation passt.

3. Freiwillige Feuerwehr, THW , Rotes Kreuz , DLRG oder andere Hilfsorganisationen

Waren Sie dort an Ihrem alten Wohnort Mitglied oder wollen Sie die neue Zeit nutzen, so ein Ehrenamt endlich einmal anzugehen? Hier werden Sie schnell aufgenommen. Wie bei Sport und Hobbys auch, ist natürlich auch ein echtes Interesse an der Sache erforderlich. Bei den regelmäßigen Treffen, bei Lehrgängen und Veranstaltungen lernen Sie schnell neue Leute kennen. Ortsgruppen gibt es in fast jeder Gemeinde. Sogar viele „unpersönliche“ Großstadtviertel haben noch eine Freiwillige Feuerwehr und veranstalten gesellige Grillfeste wie auf dem Dorf.

4. Das Web!

Im Internet finden Sie ja nicht nur die neue Wohnung, das gebrauchte, aber schön aussehende neue Möbelstück, den neuen Job oder vielleicht einen Partner. Sie finden auch ganz einfach – Freunde oder Bekannte. Auf Portalen wie Dein-Ort.de oder Neu in der Stadt können Sie nach Alter und Interessen selektieren. So treffen sich schnell Neubürger zum gemeinsamen Theaterbesuch, zu Spaziergängen oder anderen Anlässen. Manche Portale vermitteln auch gemeinsame Koch-Abende – ein besonders lockerer und genussvoller Weg, um nette Menschen kennenzulernen. Empfehlenswert ist auch Nebenan.de https://nebenan.de/ . Dieses kostenlos nutzbare Portal vernetzt Menschen in einem Viertel oder einem Dorf, die sich gegenseitig aushelfen, etwas verschenken oder tauschen: zum Beispiel Brennholz gegen Hilfe beim Holzhacken, Bohrmaschine ausleihen gegen Babysitting… Der Vorteil dieser Webportale ist: Sie können einfach und schnell relativ viel ausprobieren – wenn Ihnen eine Beschäftigung oder einige Personen besonders gut gefallen, können Sie die Bekanntschaften ja immer noch ausbauen…

 

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1. Foto © panthermedia.net / Andriy Popov

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