Der Umzugs-Guide für den bevorstehenden Semesterstart

Das Ende der Sommerferien bundesweit bedeutet neben überfüllten Autobahnen und Flughäfen vor allem eins: Mehrere hunderttausende Studienanfänger, welche sich quer durch die Republik zu ihrem neuen Studienort machen und dort ihr neues, meist erstes, eigenes WG-Zimmer oder erste Wohnung beziehen. In dieser Situation den Überblick zu behalten und trotz der Aufregung alles wichtige zu bedenken, ist nicht immer einfach. Wir haben den ultimativen Umzugs-Guide für den bevorstehenden Semesterstart zusammengefasst.

 

1. WG oder Wohnung

Nach Empfang des Studiumszulassungsbriefes muss es oft schnell gehen, da dieser in den meisten Fällen recht kurzfristig vor Semesterbeginn eintrifft. Die erste Frage in Sachen Wohnsituation, die sich ein Studienanfänger stellen sollte, ist die Präferenz zwischen Wohngemeinschaft und eigener Wohnung. Sich mit anderen eine Wohnung zu teilen und ein Zimmer in einer WG zu beziehen, bringt viele Vorteile mit sich. Zum Einen sind die Mietkosten um einiges geringer, da sich die Miete geteilt wird. Zum Anderen ist es insbesondere bei einem Umzug in eine fremde Stadt um ein vielfaches einfacher Kontakte zu knüpfen, wenn man direkt Menschen hat, mit denen man zusammenwohnt. Andererseits ist das Beziehen einer eigenen 1-oder 2-Zimmer-Wohnung für viele auch mit einer Menge Freiheit und Unabhängigkeit verbunden. Wer es bevorzugt, in den eigenen vier Wänden für sich alleine zu sein, das Budget hat, eine eigene Wohnung zu beziehen und sicher ist, auch ohne Mitbewohner Kontakte zu knüpfen, der sollte sich möglicherweise für eine eigene Wohnung entscheiden. Für viele ist auch das neue Studienfach ein wichtiger Aspekt: Wer viel Ruhe braucht, um neue Inhalte zu lernen und dies am liebsten zuhause tut, könnte sich durch andere Mitbewohner gestört fühlen.

 

Die einfachste und verbreitetste Art und Weise eine Wohnung bzw. WG zu finden, ist heutzutage über die Sozialen Medien. Insbesondere Facebook bietet inzwischen für jede Studentenstadt mehrere Gruppen, in welchen Wohnungen oder WG-Zimmer zur Miete angeboten werden.

 

2. Aussortieren

Der Umzug in eine neue Stadt bietet eine optimale Gelegenheit, seine Habseligkeiten durchzuschauen und auszusortieren, was eigentlich nicht mehr gebraucht wird. Insbesondere nach der Schulzeit ist dies ein hilfreicher Schritt einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, was mit dem Studiumsbeginn zwangsläufig der Fall ist. Leider ist ausmisten nicht immer einfach, denn zu oft halten wir uns an den alten Prinzipien fest, die besagen, dass Dinge, die geschenkt wurden, einmal teuer waren oder einen an etwas besonderes erinnern, aufbewahrt werden sollten. Doch insbesondere ebensolche Gegenstände bleiben oft unbenutzt. Aus diesem Grund sollte man beim Ausmisten mit sich selbst ehrlich sein und wirklich nur das aufbewahren, was man definitiv in den nächsten 2 Monaten benutzen wird. Das Herauszufinden ist ein einfaches: Frag’ dich bei jedem Gegenstand/Kleidungsstück/o.ä., ob du ihn in den letzten 8 Wochen benutzt oder getragen hast. Wenn das nicht der Fall ist, wirst du es auch nicht in den folgenden 8 Wochen tun. Es kann also verschenkt, verkauft oder entsorgt werden.

 

3. Umzug organisieren

Egal, ob ein Umzug an’s andere Ende der Stadt oder der Republik: Der Umzugsprozess sollte gut durchdacht und organisiert sein. Nachdem das eigene Hab und Gut auf das Nötigste reduziert und aussortiert wurde, können diese in Kisten und Kartons verstaut werden. Dabei ist zu beachten, die Kartons nicht zu voll zu packen, da diese auch noch transportiert und getragen werden müssen. Um den Umzug so stressfrei wie möglich über die Bühne zu bringen, lohnt es sich, Hilfe dazuzuholen. Insbesondere Studenten möchten dies in den meisten Fällen so kostengünstig wie möglich durchführen. Statt einem teuren Umzugsunternehmen oder gemieteten Sprinter, macht es Sinn, Freunde und Familie zu mobilisieren, die einem beim Kistentragen helfen und möglicherweise zusätzliche Autos zur Verfügung stellen. Sollte auch dies nicht möglich sein, bietet der Umzugsservice “Studenten-Umzugshilfe” eine kostengünstige Alternative. Das Unternehmen vermittelt andere Studenten als Umzugshelfer auf stündliche Basis, die beim Tragen von Kartons oder Möbeln tatkräftig mit anpacken.

 

 

 

 

4. Ausgaben und Nebenkosten berechnen

Insbesondere beim Ausziehen aus dem Elternhaus und dem Beziehen eines ersten eigenen WG-Zimmers oder Wohnung sind die zukünftig anfallenden Ausgaben und Nebenkosten ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird. Neben des Budgets für die monatliche Miete sind auch die Kosten für Strom und Gas ein nicht unerheblicher Teil der Ausgaben. In vielen Fällen sind die Nebenkosten bereits in der Monatsmiete enthalten, dennoch ist das nicht immer der Fall. Falls die Bewohner der jeweiligen Wohnung selber für die Zahlung der Strom- und Gaskosten verantwortlich sind, lohnt sich ein regelmäßiger Stromvergleich oder Gasvergleich mit anschließendem Anbieterwechsel. Dies kann der Wohngemeinschaft bis zu 500 Euro an Nebenkosten im Jahr einsparen! Falls der Vermieter die Zahlung des Strom- oder Gasversorgers übernimmt, schadet es nicht, nachzufragen, ob die Möglichkeit besteht, einen regelmäßigen Anbieterwechsel durchzuführen.

 

Um alles wichtige zu beachten und in all der Aufregung um den Umzug nicht den Überblick zu verlieren, ist es hilfreich, die Umzugscheckliste zu nutzen. Damit kann der Umzug stressfrei und gut organisiert durchgeführt werden und dem Leben als Student in einer neuen Stadt steht nichts mehr im Wege!

 

 

Fotos:

https://pixabay.com/de/umzug-schl%C3%BCssel-neue-wohnung-einzug-2481718/

https://www.pexels.com/photo/person-holding-blue-ballpoint-pen-writing-in-notebook-210661/

 

 

 

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