Neustart in der Schwabenmetropole – 5 gute Gründe, um nach Stuttgart zu ziehen

Für viele ist ein neuer Job in Stuttgart der Hauptgrund, um in die größte Stadt in Deutschlands Südwesten zu ziehen. Denn die Metropolregion rund um die Hauptstadt Baden-Württembergs boomt – ob Daimler, Porsche, Bosch oder zahlreiche mittelständige Industrieunternehmen, ob Handel, Landes- und Stadtverwaltungen sowie viele weitere Betriebe… Die Arbeitslosenquote liegt regelmäßig im niedrigen einstelligen Prozentbereich: Meistens bedeutet das praktisch Vollbeschäftigung. Die Anzahl offener Stellen für Fachkräfte ist groß. Zudem zieht es viele junge Leute zum Studieren an eine der sieben öffentlichen und etwa doppelt so vielen privaten Hochschulen der Stadt. Berufsanfänger aus ganz Deutschland, Europa und der Welt, die eine Ausbildung in einem hochkarätigen technischen Beruf machen möchten, kommen ebenfalls gerne an den Neckar. Für die Möglichkeiten, beruflich erfolgreich zu sein, ist also gesorgt.

Aber es gibt ja noch viel mehr Gründe, sich am Neckar niederzulassen

Zwar ist am schwäbischen Fleiß, getreu dem Motto „Schaffe, schaffe, Häusle baue“, viel Wahres dran. Nicht umsonst ist Stuttgart eine High-Tech-Stadt geworden, in der neben der Auto- und Metallindustrie auch viele Elektronik-, Medizintechnik- und IT-Unternehmen ihren Sitz haben. Wohn- und Büroraum ist nicht gerade billig – aber auch das Gehaltsniveau liegt meist deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Trotz aller Arbeit verstehen es Schwaben und auch Zugezogene auch, das Leben im Neckartal zu genießen. Denn Stuttgart bietet unter vielen anderem diese 5 Gründe, um sich hier anzusiedeln:

1. Die Kultur und Natur

Das Stuttgarter Schauspiel mit Staatsoper und Ballett gilt als eines der weltgrößten 3-Sparten-Theater. In der Hanns-Martin-Schleyer-Halle treten Stars von Weltrang auf – und die Wiege des Deutschen Hiphops liegt ebenfalls mitten in Schwaben: Die Fantastischen Vier „rappten“ hier vor rund einem Vierteljahrhundert ihre ersten Songs. Ob Hoch- oder Pop-Kultur – Stuttgart mit seinen rund 600.000 Einwohnern kann nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell in der Liga der deutschen Millionenstädte mitspielen.

Mehrere, wechselnde Musicals werden fast täglich auf Stuttgarter Bühnen gespielt – zum Beispiel im hochmodernen SI-Center. Zudem bietet die Staatsgalerie Kunst von Weltrang. Naturfreunde und Familien freuen sich auf die Wilhelma, den größten zoologisch-botanischen Garten seiner Art, oder das Natur- und Völkerkundemuseum. Wer sich für automobile Kultur und Technik interessiert, besucht die Museen von Mercedes-Benz und das Sportwagen-Eldorado von Porsche in Zuffenhausen.

2. Die Landschaft

Die Stuttgarter Innenstadt liegt in einer Art halboffenem Talkessel, eingerahmt von Kräherwald, Hohem Bopser und Neckar. Der Höhenunterschied innerhalb der Stadt beträgt 342 Meter. Die Kessellage sorgt manchmal für schlechte Luft im Zentrum – und neuerdings auch für Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge. Aber gleichzeitig bietet diese besondere Lage auch reizvolle, citynahe und trotzdem grüne Wohnviertel – mit hübschen Gründerzeit-Villen in Hanglage.

Über der Stadt ragt der 217 Meter hohe Fernsehturm in Degerloch empor. Das moderne Wahrzeichen Stuttgarts löste in den 1970er Jahren einen wahren Turmbau-Boom in der Bundesrepublik und in der ganzen Welt aus. Mit seiner eleganten Form gilt er noch heute als Design-Ikone. Wer wenige Stationen mit der S- oder Regionalbahn aus der Stuttgarter City hinausfährt, kann die unterschiedlichsten Landschaften genießen. Zum Beispiel die Wein-, Wald-, Fels- und Flusslandschaft bei Besigheim im Norden, den Sindelfinger Wald im Stuttgarter Westen – oder die weiten Felder und Wiesen auf den Fildern und die Karstlandschaften der Schwäbischen Alb im Süden.

3. Sportstadt Stuttgart

Fast durchgängig in der höchsten deutschen Spielklasse sind die Fußballer des VfB zuhause. Schon dreimal, 2007, 1992 und 1984 holten Sie die Meisterschale an den Neckar. Für einige Spielzeiten hatte Stuttgart mit den Kickers sogar einen zweiten Verein in der Ersten Bundesliga.

Hobbysportler, die nach Stuttgart ziehen, können sich über ein riesiges Breitensportangebot freuen. Aufgrund der guten Finanzsituation der Stadt und vieler Gemeinden im Umland ist das Angebot an Frei- und Hallenbädern, öffentlichen Sportanlagen und Spielplätzen überdurchschnittlich. Teilnehmer der beliebten Volksläufe, zum Beispiel dem Stuttgarter Halbmarathon, können sich beim bejubelten Zieleinlauf wie Olympioniken fühlen – zum Beispiel, wenn der Lauf auf dem Rasen des Gottlieb-Daimler-Stadions im Stadtteil Bad Cannstatt endet.

4. Die Shopping-Möglichkeiten

Die Königsstraße erstreckt sich über fast zwei Kilometer vom Hauptbahnhof und Schlossgarten Richtung Südwesten bis zum Alten Schauspielhaus. Sie und die umliegenden Fußgängerzonen sowie die Königspassage bilden mit unzähligen Geschäften, Cafés und Restaurants das Herz des Stuttgarter Einzelhandels. Zudem finden Sie im Umland, neben den Stadtteilzentren, zahlreiche Shopping-Paradiese: zum Beispiel die großen Breuninger Modehäuser.

Wer die sprichwörtliche schwäbische Sparsamkeit ebenso wie schicke Designer-Outfits oder Boss-Anzüge liebt, geht in der Outletcity von Metzingen auf Schnäppchenjagd. Falls Sie lieber einen Shopping-Ausflug mit persönlicher Atmosphäre bevorzugen, können Sie zum Beispiel durch die alte Residenz- und Barockstadt Ludwigsburg flanieren. Oder Sie kehren nach einem Bummel durch die Fachwerkgassen Bietigheims in die lokale Brauereiwirtschaft ein, erkundet die Stuttgarter Markthalle und das Gerber Stadtkaufhaus.

5. Die Küche und die Menschen

Internationale Küche aus über 50 Ländern, Szene- und Edelgastronomie: In Stuttgarts Restaurantszene gibt es fast nichts, was es nicht gibt. Zu recht stolz ist man hierzulande auch auf deftige schwäbische Köstlichkeiten wie Zwiebelrostbraten, Spätzle und Maultaschen. Dazu schmecken Stuttgarter Bier, ein lecker-saurer Apfel- oder Birnenmost von der Schwäbischen Alb – oder ein trockener Württemberger Wein von den Hängen des Neckars und der Enz. Wenn Sie zur Weinlesezeit in einer der improvisierten Besenwirtschaften einkehren, können Sie sich wie in einem schwäbischen Dorf aus vergangenen Zeiten fühlen.


Hier, in Ihrer Nachbarschaft und natürlich auf dem Cannstatter Wasen, dem zweitgrößten Volksfest Süddeutschlands, können Sie auch mit echten, „einheimischen“ Schwaben in Kontakt kommen. Die werden angesichts vieler schwäbischer Klischees gerne mal unterschätzt. Sie sind zwar nicht immer leicht zu verstehen, weil sie getreu einem Werbeslogan „alles, außer Hochdeutsch“ können. Oft offenbart sich nach einer Weile des vorurteilsfreien Kennenlernens eine große Weltoffenheit und herzliche Freundlichkeit. Diese guten Erfahrungen durfte der Autor dieser Zeilen, hörbar ein Norddeutscher, selbst machen – als er für knapp zwei Jahre am Stadtrand Stuttgarts wohnte.

 

 

© panthermedia.net / Андрей Шевченко

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