„Wir sind die Neuen“ – 5 Tipps für die gelungene Vorstellung bei den Nachbarn

Wer umzieht, hat seinen Lebensmittelpunkt bald in einem neuen Umfeld – neue Stadt, neue Straße, neue Wohnräume, vielleicht einen neuen Balkon oder einen neuen Garten. Auch der Job ist oft neu, Schule oder Kindergarten für die Kids, Einkaufs- und Sportangebote.

Ebenfalls neu sind die Nachbarn

Mit ihnen lebt es sich künftig Wand an Wand, zum Beispiel in der Wohnung, im Reihenhaus oder Doppelhaushälfte – oder Garten an Garten in einer Einfamilienhaus-Siedlung. Auch die Bewohner von gegenüber, im Flur des Mehrfamilienhauses oder in der Wohnstraße, sowie die Mitmenschen zwei bis drei Wohneinheiten weiter sind die neuen Nachbarn…  Damit Sie sich als neu hinzugezogene Mieter oder Eigentümer von Anfang wohlfühlen (und ihre „alteingesessenen“ Nachbarn natürlich auch), lesen Sie bitte hier 5 kleine Tipps für den gelungenen Einstand:

1. Die neuen Nachbarn vor dem Einzug informieren und um Verständnis bitten

Der Umzug ist nicht nur für Sie eine spannende Angelegenheit. Auch Ihre künftigen Nachbarn sind sicher daran interessiert, wer in dem Haus oder der Wohnung einzieht. Hinzu kommt: Beim Umzug geht es meistens nicht gerade leise zu: Umzugshelfer tragen Schweres durchs Treppenhaus. Es rumpelt, oder die Bohrmaschine kommt in den neuen vier Wänden zu ihrem ersten, lautstarken Einsatz. Auch draußen geht es oft hoch her: Die Autos Ihrer Helfer und der Umzugstransporter parken vielleicht kurzzeitig die Straße „zu“, wenn keine Halteverbotszone eingerichtet wurde…

Damit Ihre Nachbarn von alldem nicht gleich genervt sind, kündigen Sie bitte Ihren Einzug frühzeitig an. Vielleicht haben Sie einige der neuen Nachbarn schon kennengelernt, als Sie vor dem Einzug in Ihrer neuen Bleibe waren. Bereiten Sie trotzdem einen freundlichen Zettel vor. So stellen Sie sicher, dass wirklich alle Nachbarn im Umkreis Bescheid wissen. Schreiben Sie ein kurzes Word-Dokument oder ähnliches und drucken es 10- bis 15-mal aus. Unterschreiben Sie handschriftlich. Mit dem Zettel stellen Sie sich kurz vor und kündigen an, wann Sie einziehen (Tag und ungefähre Uhrzeit/Dauer). Bitten Sie auch um Verständnis und pro-aktiv um Entschuldigung, falls es etwas lauter wird. Werfen Sie den Zettel in die umliegenden Briefkästen und/oder hängen Sie ihn deutlich sichtbar im Treppenhaus aus. Wenn Ihre Nachbarn vorab informiert sind, werden sie Sie wahrscheinlich freundlich willkommen heißen.

2. Beim Umzug freundlich grüßen und frühe Missstimmungen vermeiden

Auch, wenn Sie beim Umziehen im Stress sind: Wenn Sie Zeit haben, klingeln Sie ganz kurz bei den ein bis zwei direkten Nachbarn. Um noch einmal persönlich hallo zu sagen. Und wenn Sie einen Nachbarn zufällig im Treppenhaus oder draußen treffen – unbedingt grüßen!

3. Kurz nach dem Einzug die Runde machen

Sind Sie angekommen und haben die ersten Nächte in der neuen Wohnung verbracht, das Nötigste ausgepackt und aufgebaut? Dann ist es Zeit, kurz eine Vorstellungsrunde zu drehen. Klingeln Sie einfach bei den Nachbarn und stellen sich und Ihre Mitbewohner persönlich vor. Beispielsweise am frühen Abend, wenn viele zuhause sind. Bei dieser Runde können Sie ein Getränk mit Gläsern dabeihaben, müssen sie aber nicht. Viel wichtiger ist der persönliche Kontakt.

4. Keiner da? Dann freundlich formulierten Zettel einwerfen

Auch bei 3. gilt, ähnlich wie bei 1.: Wenn Sie einige Nachbarn nicht antreffen, einfach einen Gruß auf ein Kärtchen schreiben und in den Briefkasten werfen – gern auch mit namentlicher Anrede (Nachnamen!) der neuen Nachbarn. Und mit einem dicken Dankeschön für das Verständnis am Umzugstag!

5. Ein kleiner Umtrunk oder eine Einweihungsparty veranstalten

Wenn Sie richtig angekommen sind, macht so etwas Sinn. Ansonsten ist es für Sie stressig – und wirkt auf manch neue Nachbarn vielleicht auch distanzlos. Sie brauchen kein großes Essen zu geben. Und Sie müssen Ihre neuen Nachbarn auch nicht gleich zur Einweihungsfeier mit engen Freunden und Familie einzuladen (es sei denn, die neuen Nachbarn sind extrem nett). Aber Sie können zu einem lockeren kleinen Umtrunk einladen – eine Flasche Sekt, ein Kasten Bier, Cola und Selter, vielleicht sogar serviert auf Umzugskartons, reicht aus. Gern auch mit einem festen Zeitrahmen. Laden Sie zum Beispiel an einem Samstagnachmittag zwischen 14 und 16 Uhr ein. Oder zu Kaffee und Schnittchen am Sonntagmorgen. Die längere Party können Sie ja veranstalten, wenn Sie die Nachbarn später besser kennen…

 

Viel Erfolg und auf gute Nachbarschaft!

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